
Ein Leinen-Heft verlangt nicht mehr als eine ruhige Hand und ein paar stille Minuten; eine Software verlangt ein Konto, ein Passwort und Vertrauen in einen Bildschirm. Genau zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die Nachrichten, die mich rund um Lehrer-Burnout und meine Zahlencode-Sonntage hier in Regensburg erreichen, und genau dort will ich in diesem Text ehrlich hinschauen – ohne die MeineRadionik Software zu etwas zu machen, was sie in meinem Alltag nie war: meine eigene Praxis.
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Bevor es um Software geht, gehört die Erschöpfung selbst kurz benannt. Dreiundzwanzig Jahre an derselben Schule hatten mir einen Kloß im Hals eingebrockt, der vor jedem Elternabend saß und manchmal auch ohne erkennbaren Anlass blieb. Mein Hausarzt hat mir irgendwann Schlafmittel verschrieben, in der Hoffnung, dass mehr Schlaf den Kloß auflösen würde. Er hat sich nicht aufgelöst. Das Rezept lag am Ende ungenutzt in der Küchenschublade, während der Kloß blieb, wo er war – bis weit nach der Altersteilzeit.
Etwa zu der Zeit erreichte mich die erste Nachricht einer Leserin, die nach der Software MeineRadionik fragte und wissen wollte, ob ich sie selbst benutze. Ich habe gezögert, bevor ich geantwortet habe, denn die ehrliche Antwort ist nein. Mein Heft aus Leinen ist mir näher als jedes Programm, und ich habe keine Ausbildung, die mich zu einer fundierten Software-Empfehlung berechtigen würde.
Als die Altersteilzeit im Januar 2024 kam, fiel die gewohnte Regensburger Schulstruktur auf einmal weg – die Pausenglocke, der Stundenplan, die vertrauten Gesichter im Lehrerzimmer. Was blieb, war viel freie Zeit und ein Körper, der noch nicht wusste, wohin damit. Das Zahlen-Code-Buch, das mir eine Studienfreundin aus Augsburg in die Hand gedrückt hatte, wurde zu meinem Anker: eine halbe Stunde am Sonntag, ein Heft, eine Zahl.
Zwei Wege durch dieselbe Erschöpfung nach der Altersteilzeit

Meine eigene Version davon ist denkbar schlicht: die Tageszahl, gelegentlich auch die Lebenszahl, von Hand ins Heft übertragen, mehr nicht. Neulich, beim Eintragen der Tageszahl, fiel mir auf, wie leicht der Stift über das Papier lief – meine Hand musste kaum noch drücken, um die Ziffern lesbar zu machen, anders als in den ersten Monaten, in denen jeder Strich Kraft gekostet hat. Was diese Zahlen im Einzelnen bedeuten, gehört an dieser Stelle nicht ausführlich hierher, das würde diesem kurzen Vergleich nicht gerecht.
Auf der engen Treppe vor meiner Wohnung erzähle ich das manchmal meiner Nachbarin Gertraud Pflüger, die seit über zwanzig Jahren im selben Haus wohnt. Sie hört zu, nickt, fragt kaum nach – und genau das brauche ich an solchen Nachmittagen, kein Gespräch, das mich fordert, nur ein Ohr, das da ist.
Andere Frauen, die mir schreiben, beschreiben ihre Erschöpfung anders. Nicht als Zuviel, sondern als ein Zuwenig an Halt: zu viele offene Fragen, zu wenig, das sich greifen lässt. Für sie klingt ein Heft, das man selbst füllen muss, nach einer weiteren Aufgabe – nicht nach Erleichterung.
Warum fragen ausgerechnet erschöpfte Lehrerinnen nach der MeineRadionik Software?

Was Kolleginnen und Leserinnen mir über MeineRadionik erzählen, klingt weniger nach Zauberei als nach einem Kalender, der die Rechenarbeit übernimmt. Die Radionik-Software selbst kenne ich nur aus solchen Beschreibungen, nicht aus eigener Anwendung, und deshalb liste ich hier auch keine Funktionen im Detail auf, sondern nur, wofür sie meinen Leserinnen zufolge gedacht ist: eine feste Abfolge von Berechnungen, die nicht mehr im eigenen Kopf entstehen muss.
Genau darüber habe ich in meinem Sonntagsjournal schon einmal geschrieben: wie viel Erschöpfung allein aus dem Müssen-Entscheiden entsteht, nicht aus der Zahl selbst. Wer den ganzen Tag im Klassenzimmer entscheidet – wer redet, wer eine Pause braucht, welches Kind heute mehr Zeit bekommt – hat am Sonntag oft keine Kraft mehr für eine weitere Entscheidung, und sei es nur, welche Formel für die Tageszahl gilt.
Für wen sich der Umweg über eine Software lohnt – und für wen nicht

Vor der Würstlküche am Watmarkt bin ich neulich Katharina Hummel begegnet, deren Kind vor einigen Jahren in meiner 3b saß. Sie hat das Zahlen-Code-Buch noch nicht gelesen, fragte mich aber nach den konkreten Einträgen in meinem Heft – nicht nach der Software, sondern danach, was genau am Sonntag auf dem Papier steht. Das war für mich noch einmal ein Hinweis: Wer neugierig auf das Konkrete ist, greift eher zum Heft. Wer sich vor dem Konkreten fürchtet, weil gerade die Kraft dafür fehlt, greift eher zu etwas, das die Struktur schon mitbringt.
Für Lehrerinnen mit Schlafstörungen, die abends kaum noch klar denken können, kann eine Software, die die Berechnung übernimmt, tatsächlich Zeit und Kraft sparen – das jedenfalls berichten mir die Leserinnen, die es probiert haben. Wer sich vor der vollen Funktionsbreite von MeineRadionik scheut, findet mit dem EasyRadionik Software Test einen etwas einfacheren Einstieg in die Radionik für Einsteigerinnen, mit weniger Funktionen, aber auch weniger, was man zuerst verstehen muss. Es gibt daneben noch einen Videokurs zum Thema, der Schritt für Schritt durch die Software führt statt nur die Oberfläche zu zeigen – auch den habe ich nicht selbst getestet, ich erwähne ihn nur, weil Leserinnen danach fragen.
Kein Wundermittel steckt in einer der beiden Varianten, weder im Heft noch in der Software – beides sind nur Hilfsmittel für unterschiedliche Formen derselben Müdigkeit. Wenn du eher zu viel im Kopf hast, reicht wahrscheinlich ein Heft und eine ruhige halbe Stunde. Wenn dir dagegen zu viele offene Enden die letzte Energie rauben, lohnt sich vielleicht ein Blick auf MeineRadionik, einfach um zu sehen, ob dir eine fertige Struktur mehr hilft als ein leeres Blatt Papier.
Weder das Leinen-Heft noch eine Software ersetzen den Weg zum Arzt oder zu einer Beratungsstelle, wenn die Erschöpfung dich wirklich erdrückt. Ich bin Lehrerin, keine Heilpraktikerin und keine Numerologin, und alles, was ich hier teile, bleibt genau das: meine eigene Sonntagserfahrung, nicht mehr.