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Schlafstörungen bei Lehrern lindern: Meine Routine am Sonntag mit Zahlen-Code

Schlafstörungen bei Lehrern lindern: Zahlen-Code Sonntagsritual gegen nächtliche Unruhe in der Altersteilzeit
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Der Fencheltee ist noch zu heiß, aber die Feder kratzt schon über die erste Zeile im Leinen-Heft, eine Ziffer, durchgestrichen, weil ich mich beim Rechnen vertan habe. Schlafstörungen haben mich durch die schwerste Phase meines Burnouts als Lehrerin begleitet, und erst in der Altersteilzeit habe ich verstanden, dass dagegen kein neuer Stundenplan hilft, sondern ein fester Punkt in der Woche. Der Zahlen-Code ist für mich genau das geworden, kein Versprechen auf durchgeschlafene Nächte, aber ein Sonntagsritual, das den Kopf vor dem Einschlafen woanders hinlenkt als zum Unterricht am Montag.

Vor der Altersteilzeit war das Herzrasen kurz vor sechs Uhr morgens so verlässlich wie der Wecker selbst, ein Vorbote auf einen lauten Pausenhof oder einen Elternabend, vor dem sich mein Hals eng anfühlte. Eine einzige Sitzung bei der Schulpsychologin habe ich in dieser Zeit gehabt -- mehr hat der Ablauf an der Schule nicht hergegeben, eine Weiterführung gab es nicht. Geblieben ist die Erfahrung, dass ein einzelnes Gespräch ohne Anschluss wenig verändert, so hilfreich der Moment selbst auch war.

Wie eine einzelne Zahl bei Schlafstörungen hilft

Die Methode stammt aus Rosina Kaisers Buch zum Zahlen-Code, einer Form von Numerologie, die mit Geburtsdatum und Tagesdatum rechnet. Wie man die Tageszahl zu berechnen lernt, habe ich an anderer Stelle ausführlich beschrieben, deshalb geht es mir hier nicht um die Rechnung selbst. Für den Schlaf zählt etwas anderes: Die Zahl liegt am Nachmittag auf dem Papier, und der Kopf bekommt einen Fixpunkt, an dem er sich festhalten kann, statt an der Liste für Montag.

Hand schreibt die Tageszahl aus dem Zahlen-Code ins Leinen-Heft als Teil des Sonntagsrituals gegen Schlafstörungen

Der Ablauf macht aus dem Sonntagsritual eine Schlafhilfe

Der Ablauf selbst ist unspektakulär, und genau das macht ihn wirksam. Sonntagnachmittag, das Leinen-Heft, ein Fencheltee, zwanzig bis dreißig Minuten ohne Unterbrechung -- mehr braucht es nicht, um aus einem Nachmittag eine Art Übergang zu machen. Das Sonntagsritual als größeren Rahmen mit all seinen Gewohnheiten habe ich in einem anderen Eintrag beschrieben, hier geht es nur um den schmalen Ausschnitt, der beim Einschlafen wirkt -- und um die Abende, an denen genau dieser Übergang ausbleibt.

Meine Faustregel danach ist einfach: Wenn ich nach dem Rechnen ruhiger atme als vorher, hat der Nachmittag seinen Zweck erfüllt, unabhängig davon, was die Zahl im Einzelnen bedeutet. Verändert sich beim Schreiben nichts, notiere ich das genauso ehrlich wie einen guten Sonntag, denn ein Muster, das ich mir schönrede, hilft nachts ohnehin nicht weiter.

Die Grenze zwischen einer ruhigen Zahl und einer unruhigen Nacht

An einem Donnerstagmorgen, auf dem kurzen Weg zur Schule durch die Ostengasse, ist mir aufgefallen, dass der Kloß im Hals fehlte, mit dem ich früher fast jeden zweiten Tag gerechnet habe. Kein großer Moment, eher ein Nichts, das mir erst aufgefallen ist, weil es fehlte.

Altes Ringbuch mit Kinderzeichnungen im Regal, Erinnerung an den Lehrerberuf vor der Altersteilzeit

Die Lebenszahl spielt für mich eine andere Rolle als die Tageszahl, eher wie ein Hintergrundrauschen über Monate als wie ein Signal für einen einzelnen Abend, und was sie im Einzelnen bedeutet, gehört in einen eigenen Eintrag. Für die Nächte selbst reicht mir die kleinere, tägliche Zahl vollkommen.

Helga, mit der ich früher in derselben Pausenküche stand und die inzwischen selbst in reduzierter Arbeitszeit ist, hat mich neulich angerufen -- sie schreibt grundsätzlich keine SMS -- und nach einer Software namens MeineRadionik gefragt, von der eine Bekannte ihr erzählt hatte. Ich konnte ihr wenig dazu sagen, weil ich davon keine Ahnung habe und es nicht selbst nutze -- für mein Leinen-Heft bleibt es ohnehin bei Papier und Stift, nicht bei einer Anwendung am Bildschirm.

Erkennen, wann die Routine nichts zeigt

Nicht jeder Sonntag zeigt etwas. Manchmal steht eine Zahl im Heft, die zur Woche überhaupt nicht passen will, und ich zwinge sie nicht in eine Bedeutung, nur damit die Seite voll aussieht. Die Altersteilzeit gibt mir den zeitlichen Raum für dieses Innehalten, aber sie erklärt die Zahl nicht und ist für sich genommen kein Grund, warum eine Nacht ruhiger wird.

Agathe, die unter einem älteren Eintrag über die Tageszahl kommentiert hat, macht etwas Ähnliches dienstags nach dem Frühstück, mit einem gewöhnlichen Notizbuch statt mit Leinen-Heft -- sie schreibt das immer ganz nüchtern, ohne Ausrufezeichen, aber die Idee dahinter ist dieselbe: Ein fester Moment in der Woche schlägt jede spontane Beruhigungsübung, wenn der Kopf abends nicht zur Ruhe kommt.

Falls du selbst als Lehrkraft merkst, dass der Sonntagabend schwerer wiegt als die Schultage, würde ich dir raten, es nicht bei der Absicht zu belassen, sondern einen festen Zeitpunkt zu wählen und dabei zu bleiben, auch an Sonntagen, an denen die Zahl nichts hergibt. Das Buch Zahlen-Code [Mein Sonntagsbegleiter] ist dafür mein Ausgangspunkt geblieben -- kein Heilsversprechen, aber ein Werkzeug mit klarer, ruhiger Sprache, das ohne Kurs oder zusätzliche Software auskommt.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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