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Herzrasen und Stress lindern: Mein Sonntagsjournal mit dem Zahlen-Code

Zahlen-Code Sonntagsjournal gegen Herzrasen: Ritual zur Stressbewältigung in der Altersteilzeit
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Ein Herz beruhigt sich schneller durch eine Körperübung oder ein Ritual für den Kopf. Darauf habe ich lange keine Antwort gehabt, nur zwei Dinge, die ich nebeneinanderlegen kann: die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, mit der ich es eine Weile versucht habe, und den Zahlen-Code von Rosina Kaiser, der inzwischen sonntags auf meinem Küchentisch liegt. Für jemanden, die dreiundzwanzig Jahre lang Kindern das Rechnen beigebracht hat und Stressbewältigung eher aus Dienstbesprechungen kennt als aus eigener Übung, ist das kein Wettkampf zwischen zwei Methoden, sondern die Frage, was von beidem tatsächlich etwas mit meinem Alltag in der Altersteilzeit macht, und was zu einer Achtsamkeit führt, die ich mir als Lehrerin früher nie zugetraut hätte.

Hinweis: In meinen Sonntagsnotizen tauchen ab und zu Bücher oder Hilfsmittel auf, die mir persönlich geholfen haben. Manche dieser Links sind Affiliate-Links (Werbung) – kaufst du zum Beispiel den Zahlen-Code darüber, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass sich dein Preis ändert. Ich schreibe hier ausschließlich über Dinge, die ich selbst am Küchentisch benutze. Die ausführliche Offenlegung findest du weiter unten verlinkt.

Wirkt Progressive Muskelentspannung gegen Herzrasen am frühen Morgen?

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson klang auf dem Papier genau richtig für mich: Muskelgruppe für Muskelgruppe anspannen, dann loslassen, bis der Puls sich beruhigt. Seit Januar 2024 bin ich in Altersteilzeit, und gerade in den ersten Monaten dieser neuen Stille wollte ich unbedingt etwas Konkretes gegen das Herzrasen morgens vor sechs in der Hand haben. Also lag ich abends auf dem Teppich, spannte die Schultern an, ließ los, spannte die Waden an, ließ los — und kam mir dabei die ganze Zeit reichlich albern vor. Es hat sich nie wie meins angefühlt, eher wie eine Übung aus einem fremden Heft, die ich pflichtbewusst abarbeite, ohne dass sie etwas mit mir zu tun hat.

Zwei, drei Mal habe ich es ernsthaft versucht, dann ließ ich es wieder sein. Das war keine Enttäuschung über die Methode selbst — für andere mag genau das der richtige Weg sein, gerade wenn die Anspannung sich eher körperlich, in Nacken und Schultern, festsetzt. Bei mir saß das Herzrasen aber woanders, eher im Kopf, im Gedankenkarussell vor einem Elternabend oder einer Konferenz, und keine Muskelübung der Welt hat dieses Karussell angehalten. Was mir stattdessen half, war, Struktur in der Altersteilzeit zu finden, die nicht am Körper ansetzt, sondern am Blatt Papier.

Der Zahlen-Code als Gegenmodell zum Sonntagmorgen

Meine alte Studienfreundin aus Augsburg hat mir dieses Gegenmodell praktisch in die Hand gedrückt. Wir haben uns an der Würstlküche am Watmarkt getroffen, in der Schlange, während sie mir erzählte, wie sehr ihr gerade ihr Aquarellkurs an der Augsburger VHS guttut — ein fester Termin, an dem der Kopf für ein paar Stunden woanders ist. Dann drückte sie mir den Zahlen-Code [Mein Sonntagsbegleiter] in die Hand und sagte nur, das sei etwas Kleines für den Sonntag, nichts Großspuriges. Ich bin weder Heilpraktikerin noch Numerologin — ich bin eine Lehrerin, die gelernt hat, dass eine klare Struktur oft mehr beruhigt als der Inhalt selbst.

Jeden Sonntagnachmittag trage ich seitdem eine Tageszahl in mein Leinen-Heft ein, dazu ab und zu die Lebenszahl oder die Jahreszahl, nicht um irgendetwas zu diagnostizieren, sondern damit in meinem Sonntagsjournal überhaupt etwas Ruhiges landet. Es ist eher wie Diktate korrigieren in der 3b: genau hinschauen, benennen, eine Struktur dagegensetzen. Dabei merke ich inzwischen einen kleinen, sehr konkreten Unterschied — die Feder drückt nicht mehr so fest aufs Papier wie an den Abenden, an denen ich noch die Muskelentspannung probiert habe, und die Hand bleibt locker, obwohl ich am Nachmittag genau dasselbe tue wie jede Woche: sitzen, schreiben, eine Zahl notieren. Diese Tageszahl am Sonntagnachmittag ist für mich so etwas wie der ruhige Gegenpol zu einem Morgen, der mit Herzrasen anfängt.

Software habe ich nur kurz ausprobiert

Einmal habe ich versucht, das Ganze technischer anzugehen, nachdem eine ehemalige Kollegin von Radionik-Software erzählt hatte. Ich installierte etwas Ähnliches auf meinem alten Laptop, bekam eine kryptische Fehlermeldung und einen schwarzen Bildschirm, und gab nach kurzer Zeit entnervt auf. Für technisch versiertere Leserinnen mag Software wie MeineRadionik, der einfachere Einstieg über EasyRadionik oder ein angeleiteter Videokurs durchaus der passendere Zugang sein — bei mir blieb es beim Papier, weil das Schreiben von Hand selbst schon der beruhigende Teil ist, nicht nur das Ergebnis.

In der Nähe der Steinernen Brücke, wenn der Nebel überm Wasser hängt und man die andere Uferseite kaum erkennt, wird mir das jedes Mal wieder klar: Es gibt Sonntage, an denen keine Zahl mir etwas sagt, genauso wie es Abende gab, an denen keine Muskelentspannung der Welt das Karussell im Kopf gestoppt hätte. Beides gehört offenbar dazu.

Zahlen ordnen etwas, sie diagnostizieren nichts

Die Lebenszahl war einer der ersten Berührungspunkte mit dem Buch: Ich habe damals zum ersten Mal versucht, meine Lebenszahl zu berechnen und ihre Bedeutung zu verstehen, ohne dass ich vorher groß daran geglaubt hätte. Daneben gibt es die persönliche Jahreszahl, die eher auf ein ganzes Kapitel schaut statt auf einen einzelnen Sonntag, und die sogenannten Heilzahlen, mit denen manche Leserinnen arbeiten, wenn es um größere Themen als einen hektischen Morgen geht — beides Bereiche, die ich hier nur streife, weil sie andere Sonntage füllen als diesen. Wie genau sich das zu Human Design, Astrologie oder Tarot verhält, kann ich nicht seriös einordnen; jedes dieser Deutungssysteme beschreibt offenbar etwas anderes, und das würde diesen Nachmittag sprengen. Im Alltag zwischen zwei Unterrichtsstunden reicht mir ohnehin die einfachste Anwendung: eine Zahl, ein Satz dazu, fertig.

Der Zahlen-Code von Rosina Kaiser bleibt dabei die Grundlage, auf die ich immer wieder zurückkomme, auch wenn ich hier nicht jede einzelne Rechenregel aus dem Buch erklären will — das würde diesem Sonntagnachmittag nicht gerecht. Wichtig ist mir trotzdem der Hinweis, dass keine Zahl eine Diagnose ersetzt. Wenn das Herzrasen zu stark wurde, bin ich zum Hausarzt gegangen, nicht ins Leinen-Heft, und genau das würde ich auch jeder Leserin raten, die anhaltende Beschwerden hat: Eine Ärztin oder ein Arzt gehört in dieses Gespräch, eine Zahl gehört in den Sonntagnachmittag.

Was sich für mich in diesem Vergleich am meisten verschoben hat, ist gar nicht die Methode, sondern der innere Ton dabei. Früher hätte der strenge Perfektionismus einer Lehrerin, die jede Übung richtig machen wollte, wahrscheinlich auch die Muskelentspannung im Ansatz erstickt, weil ich mir sicher gewesen wäre, sie falsch zu machen. Heute, als jemand, die nach dreiundzwanzig Jahren im Klassenzimmer eine neue Rolle für sich sucht, reicht mir eine Zahl im Heft, die nicht bewertet wird und die ich auch falsch verstehen darf, ohne dass jemand das korrigiert.

Für wen passt was, wenn ich es auf einen Satz bringen soll? Wer merkt, dass die Anspannung sich vor allem körperlich zeigt — verspannte Schultern, ein steifer Nacken am Abend —, für den ist eine Körperübung wie die Progressive Muskelentspannung vermutlich der direktere Weg, auch wenn sie bei mir nicht gepasst hat. Wer dagegen wie ich eher unter dem Gedankenkarussell leidet, dem hilft möglicherweise eher ein festes, kurzes Ritual mit Stift und Papier, das dem Kopf für eine halbe Stunde eine einzige, überschaubare Aufgabe gibt.

Manchmal schreibt mir eine Leserin und fragt nach dem technischen Weg, meistens nachdem sie von einer Bekannten von Radionik gehört hat. Ich kann dazu wenig sagen, weil es nicht meine Praxis ist, aber wer sich für einen angeleiteten Einstieg interessiert, findet mit dem MeineRadionik Premium Videokurs zumindest eine strukturierte Variante, falls Software eher der eigene Zugang ist als ein Heft.

Bei mir liegt trotzdem der Zahlen-Code neben der leeren Teetasse, nicht der Laptop und nicht die Anleitung zur Muskelentspannung. Falls dein Herzrasen morgens ähnlich beginnt wie meins früher, lohnt sich vielleicht genau dieser Vergleich für dich selbst: einmal genau hinschauen, wo die Anspannung eigentlich sitzt, bevor du dich für eine der beiden Richtungen entscheidest.

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