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Achtsamkeit für Grundschullehrer: Wie Zahlen-Codes mir bei Schulstress helfen

Achtsamkeit für Grundschullehrer: Zahlen-Code als ruhiger Anker gegen Schulstress und Burnout in der Altersteilzeit

Zwölf Wochenstunden stehen jetzt in meinem Stundenplan, seit ich in Altersteilzeit bin, weniger als die Hälfte von früher, und trotzdem hat sich an manchen Abenden lange nichts an der inneren Unruhe verändert. Das war die erste Lektion meiner Altersteilzeit: Burnout-Prävention ist keine Frage der Stundenzahl. Als ehemalige Grundschullehrerin habe ich seitdem zwei ziemlich unterschiedliche Wege ausprobiert, um mit dem, was der Schulalltag hinterlassen hat, klarzukommen – Achtsamkeitsübungen aus einem Kurs und die Zahlen-Code-Praxis von Rosina Kaiser, eine Form von angewandter Numerologie, die ich seither sonntags in meinen Alltag eingebaut habe, an meinem Küchentisch in der Regensburger Altstadt. Die beiden fühlen sich komplett unterschiedlich an, und genau dieser Unterschied ist es, worüber ich heute schreiben will.

Ein Volkshochschulkurs kam zuerst, noch bevor die Studienfreundin aus Augsburg mir das Zahlen-Code-Buch in die Hand gedrückt hat. Über die ersten Monate danach habe ich schon einmal in Altersteilzeit Lehrer Erfahrungen: Sonntagsrituale gegen das Gedankenkarussell geschrieben, aber damals hatte ich die Atemübungen noch nicht ganz aufgegeben. Eine ehemalige Kollegin hatte mir zu den Atemübungen geraten, weil sie ihr vor Elternabenden geholfen hätten, und ich habe es ernsthaft versucht. Nach zwei Wochen konnte ich mich an keine einzige der Übungen mehr erinnern, nur noch an das Gefühl, in einem Stuhlkreis gesessen und mich dabei unbeholfen gefühlt zu haben.

Warum die Atemübungen bei mir nicht angeschlagen haben

Draußen habe ich es auch versucht, am Donauufer in Stadtamhof, unten bei der Eisernen Brücke, wo im Frühling die Jogger und Radfahrer dicht an dicht vorbeiziehen. Genau dort hat es am wenigsten funktioniert, weil ich mehr auf die Fahrradklingeln geachtet habe als auf meinen eigenen Atem, und weil eine Übung, die man sich aus einem Kursordner gemerkt haben soll, im echten Leben selten dann da ist, wenn man sie braucht.

Der Kursordner selbst ist irgendwann in einer Schublade verschwunden, ohne dass ich ihn noch einmal aufgeschlagen hätte. Nicht weil die Methode grundsätzlich schlecht war – ich kenne Kolleginnen, denen genau das geholfen hat –, sondern weil mir die Übungen keinen Anlass gegeben haben, sonntags wiederzukommen. Es gab kein Ritual drumherum, nur eine Technik, die ich mir merken sollte. Mehr nicht. Und Merken war nach dreiundzwanzig Jahren im Klassenzimmer nicht mehr das, was mir am meisten gefehlt hat.

Handgeschriebenes Sonntagsheft mit Zahlen-Code Notizen als Teil einer Achtsamkeitsroutine im Lehrerinnen-Alltag

Zahlen-Code als Achtsamkeitsübung für den Schulalltag

Anders war das mit dem Zahlen-Code-Buch, das mir meine Studienfreundin aus Augsburg geschenkt hat. Sie geht selbst lieber mit ihrem Stand-up-Paddle auf den Lech raus, wenn ihr der Kopf zu voll wird, und schwört auf das Wasser unter sich. Bei mir war es nie das Wasser, sondern das Aufschreiben, das etwas bewirkt hat – die Tageszahl ins Heft zu notieren und kurz nachzulesen, was das Buch dazu sagt, im Kern eine Ziffer zwischen eins und neun, eine Rechenmethode, die entfernt an die Zahlentradition des Pythagoras erinnert. Wie genau man sie berechnet, habe ich an anderer Stelle ausführlicher aufgeschrieben.

Manchmal denke ich in der Pausenküche kurz an meine Tageszahl, während der alte Wasserkocher auf Sparstufe vor sich hin blubbert, ohne dass eine der Kolleginnen etwas davon mitbekommt. Neulich habe ich außerdem zufällig das alte Ringbuch mit den Zeichnungen meiner Klasse 3b aufgeschlagen, und zum ersten Mal seit Langem hat sich beim Anblick nichts in mir zusammengezogen – ich habe einfach nur geblättert, ohne den üblichen Stich in der Brust. Genau das ist für mich der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen: Die Atemtechnik habe ich vergessen, das Blättern im Ringbuch fühlt sich seitdem anders an.

Ordnung statt Wegatmen: zwei Wege durch stressige Schulwochen

Das Besondere am Zahlen-Code ist für mich der Kontrast zum klassischen Achtsamkeitstraining, wie es auch im Volkshochschulkurs vermittelt wurde. Dort ging es darum, den Stress wegzuatmen, die Gedanken loszulassen, alles ruhiger werden zu lassen. Mein Ansatz mit den Zahlen ist ein anderer: Ich versuche nicht, die Anspannung auf null zu bringen, sondern sie einzuordnen. Wenn ich weiß, welche Tageszahl ansteht, plane ich meine Energie im Pausenhof anders ein, als wenn ich nur versuche, ruhiger zu atmen.

Neben der Tageszahl arbeite ich sonntags manchmal auch mit der Lebenszahl oder mit der persönlichen Jahreszahl, aber das sind eigene Geschichten, über die ich an anderer Stelle ausführlicher geschrieben habe – wie sich das Ganze zum Beispiel auf den Puls auswirken kann, habe ich in Herzrasen und Stress lindern: Mein Sonntagsjournal mit dem Zahlen-Code beschrieben. Für den Vergleich mit den Atemübungen reicht die Tageszahl als Beispiel, weil sie am ehesten mit einer einzelnen Übung vergleichbar ist – etwas, das man einmal in der Woche macht und das trotzdem eine Wirkung über die ganze Woche haben soll.

Auch die Zahlen zeigen nicht immer etwas

An manchen Sonntagen zeigen auch die Zahlen nichts. Ich schlage das Heft auf, rechne die Tageszahl aus und spüre schlicht nichts – keinen Zusammenhang, kein Muster, das zur vergangenen Woche passen würde. Dann ist ein Sonntag einfach nur ein Sonntag, an dem der Tee kalt wird, während ich auf ein leeres Blatt starre. Nicht mehr, nicht weniger.

Das unterscheidet sich von den Atemübungen insofern, dass ich bei den Zahlen wenigstens weiß, woran es liegt: nicht an der Methode, sondern schlicht daran, dass nicht jede Woche etwas zu erzählen hat. Bei den Atemübungen wusste ich das nie so genau – ob es an mir lag, an der Übung oder daran, dass ein Stuhlkreis am Abend einfach der falsche Rahmen war.

Wann ich zur Atemübung greife, wann zur Tageszahl

Wenn ich die beiden nüchtern nebeneinanderlege, sind es für mich zwei Werkzeuge für zwei unterschiedliche Momente, keine Konkurrenz. Eine Atemübung, so unzuverlässig sie sich bei mir insgesamt gezeigt hat, kann in einer akuten Situation trotzdem noch etwas bringen – kurz vor einem schwierigen Gespräch, wenn keine Zeit für mehr bleibt als drei tiefe Atemzüge. Die Zahlen-Code-Praxis dagegen taugt bei mir nicht für den akuten Moment, weil das Nachschlagen und Aufschreiben Zeit braucht, aber sie ist bei mir das Werkzeug, das über längere Zeit tatsächlich etwas verändert hat, während der Kursordner mit den Atemtechniken in der Schublade verschwunden ist.

Für einen einzelnen stressigen Moment im Lehrerzimmer würde ich also eher zur Atmung raten. Für die Frage, wie man Schulstress über längere Zeit trägt, ohne dass er sich Sonntag für Sonntag neu aufbaut, würde ich eher zu einem festen Ritual wie meinem raten – mit oder ohne Zahlen, aber mit etwas, das man tatsächlich jede Woche wieder aufschlägt. Eine ehemalige Kollegin hat mich letztens gefragt, ob es für so etwas nicht auch Software gibt, und ich habe ihr gesagt, dass ich davon keine Ahnung habe und es auch nicht selbst empfehlen kann; ich bin beim Heft und dem Füller geblieben, auch wenn ich mir dazu mal einen kleinen Zahlen-Code Buch oder Radionik nutzen? Mein Vergleich für entspannte Sonntage im Kopf zurechtgelegt habe.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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