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Struktur in der Altersteilzeit finden: Mein Sonntagsjournal mit Fencheltee

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Struktur in der Altersteilzeit finden: Sonntagsritual mit Zahlen-Code und Fencheltee in Regensburg

Was machst du eigentlich an einem Sonntag, an dem die Tageszahl aus Rosina Kaisers Zahlen-Code dir überhaupt nichts sagt? Diese Frage bekomme ich öfter, als du vielleicht denkst – von Frauen, die selbst mitten in einer Zeit nach einem Burnout stecken, in der Altersteilzeit sind oder einfach nach einem Sonntagsritual suchen, das nicht nach Pflichtprogramm klingt. Ich beantworte sie hier nicht sofort. Erst muss ich erzählen, wie überhaupt jemand wie ich, eine Lehrerin aus der Regensburger Ostengasse, dazu kommt, Sonntagnachmittage mit einem Leinen-Heft und einer Tasse Fencheltee zu verbringen.

Genau solche Nachrichten sind auch der Grund, warum ich diesen Text schreibe. Eine kam von einer Leserin namens Bärbel Osterrieder aus Landshut, die drei Blogeinträge gelesen hatte, bevor sie mir eine E-Mail schrieb. Eine andere Art von Post kommt seltener, aber regelmäßig: Marianne Grötsch, eine alte Studienfreundin aus Augsburg, die mir im Juni 2024 das Buch von Rosina Kaiser in die Hand gedrückt hat, nennt es bis heute liebevoll-ironisch mein kleines Sonntagswunder, wenn sie mir schreibt.

Fragen von Leserinnen wie Bärbel zu meinem Sonntagsritual

Bärbel schreibt selten, aber wenn, dann sorgfältig formuliert, ohne einen einzigen Tippfehler, mit vollständigem Datum unter der Mail – eine Art zu schreiben, die mich sofort an meine eigenen Klassenarbeiten-Korrektionen erinnert hat. Sie wollte wissen, ob so ein Ritual überhaupt etwas bringt, wenn man vorher schon einiges probiert hat, ohne dass es geholfen hätte. Bei mir war das genauso. Nach jedem Elternabend bin ich abends noch spazieren gegangen, in der Hoffnung, dass die Bewegung das Herzrasen wegträgt. Das Herzrasen und Stress lindern hat damit nicht wirklich geklappt – der Puls beruhigte sich für eine Stunde, und am nächsten Morgen war er wieder da.

Diese Erfahrung ist auch meine Antwort an Bärbel: Nein, es gibt kein Ritual, das sofort wirkt, nur weil man endlich das richtige gefunden hat. Was bei mir anders wurde, war nicht die Bewegung an sich, sondern dass ich überhaupt angefangen habe, einer Woche vorher schon Aufmerksamkeit zu schenken, statt erst am Sonntagabend in Panik zu geraten. Das Sonntagsjournal mit der Tageszahl war für mich einfach die Form, die zu einer ehemaligen Lehrerin passt – Papier, ein Stift, eine feste Uhrzeit.

Der Ablauf eines Sonntags mit dem Zahlen-Code

Der Ablauf ist unspektakulär, und genau das mag ich daran. Ich setze mich mit dem Leinen-Heft hin, schlage die Seite für die kommende Woche auf und schaue mir die Tageszahl für Dienstag und Donnerstag an – die beiden Tage, an denen ich seit meinem Wechsel in die Altersteilzeit noch unterrichte, zwölf Wochenstunden insgesamt, meist Kunst oder Religion. Eine Tageszahl, die für Austausch steht, heißt für mich: Die Gespräche mit den Kindern werden heute wahrscheinlich leichter fließen. Eine Tageszahl der Zurückgezogenheit heißt: Vielleicht sollte ich die große Pause heute eher ruhig verbringen statt in der belebten Lehrerinnenküche.

Handgeschriebenes Sonntagsjournal mit Zahlen-Code Notizen und getrocknetem Lavendel – Altersteilzeit Ritual in Regensburg

Manchmal bleibt das Heft an einem Sonntag auch einfach zu. Das gehört genauso dazu wie das Schreiben selbst, auch wenn mir das früher, mit meinem alten Anspruch an makellose Vorbereitung, schwergefallen wäre. Dazu gehört auch, den eigenen Perfektionismus abzulegen als Lehrerin durch mein Sonntagsjournal mit Zahlen-Code – ein Satz, der sich leichter schreibt, als er sich anfühlt, wenn man dreiundzwanzig Jahre lang jedes Arbeitsblatt doppelt kontrolliert hat. Wer aus einem ähnlichen Beruf kommt, in dem Kontrolle lange Zeit Sicherheit bedeutet hat, kennt dieses Gefühl vermutlich auch.

Was ich Bärbel aus Landshut zur Lebenszahl vergangener Jahre geantwortet habe

Ihre eigentliche Frage war eine andere: ob sich die Lebenszahl auch für vergangene Jahre berechnen lässt, rückwirkend sozusagen, um eine alte Phase im Nachhinein besser zu verstehen. Meine ehrliche Antwort: Ja, das geht rein rechnerisch, und manche beziehen dabei auch die persönliche Jahreszahl mit ein. Ich bin aber keine Numerologin und schreibe hier keine Anleitung dafür – dafür gibt es andere Texte auf diesem Blog, die sich ausführlicher mit der Lebenszahl und der persönlichen Jahreszahl beschäftigen. Was ich Bärbel stattdessen geraten habe: die alte Zahl eher als Anlass zum Nachdenken zu nehmen als als nachträgliche Erklärung dafür, warum ein Jahr so gelaufen ist, wie es gelaufen ist.

Am eigenen Küchentisch in der Ostengasse merke ich etwas Ähnliches, nur in die andere Richtung: Es gibt Wochen, in denen die Tageszahl und mein Erleben überhaupt nicht zueinander passen wollen. Regensburg und mein Alltag darin sind zu bunt, um sich vollständig in eine einzige Ziffer packen zu lassen, egal wie sauber die Berechnung ist. Wenn mir das auffällt, schreibe ich es trotzdem ins Heft – nicht als Widerspruch, sondern als eigenen kleinen Eintrag: diese Woche hat sich anders angefühlt, als die Zahl es angekündigt hat.

Digitales Tool oder Leinen-Heft: für mich ist die Antwort eindeutig

Eine ehemalige Kollegin von der Schule hat mir vor Kurzem beim Kaffee erzählt, dass sie inzwischen eine Software nutzt, um ihre Wochen zu strukturieren. Sie schwört auf ihre MeineRadionik Software Erfahrungen für mein Sonntagsjournal am Küchentisch, eine andere Leserin hat mir von EasyRadionik erzählt, und irgendwo bin ich auch schon auf den MeineRadionik Premium-Videokurs gestoßen. Von alldem verstehe ich wenig – Radionik-Software als Ergänzung zum Zahlen-Code-Buch auszuprobieren ist etwas, das ich selbst nicht empfehlen kann, weil ich es nie gemacht habe und es nicht meine Praxis ist.

Regal mit Kinderzeichnungen und Teetasse – Erinnerung an die Grundschulzeit während der Altersteilzeit in Regensburg

Bei mir bleibt es beim Leinen-Heft und dem Bleistift, und das ist keine Ablehnung der anderen Wege, sondern schlicht meine Vorliebe. Das Kratzen des Stifts auf dem Papier gehört für mich genauso zum Sonntag wie der Tee. Wenn du überlegst, ob ein digitales Tool oder Papier besser zu dir passt, würde ich sagen: Nimm das, wonach du dich am Sonntagnachmittag tatsächlich freiwillig hinsetzt, nicht das, was am effizientesten klingt.

Mein Sonntagsjournal und Burnout-Prävention

Direkt gefragt: nein, nicht im medizinischen Sinn, und so würde ich es auch nie nennen. Es hilft mir dabei, eine neue Identität nach dem Lehrerberuf zu finden, aber es ist keine Therapie und keine Beratung. Wie sich der Zahlen-Code überhaupt sinnvoll in einen ganz normalen Alltag einbauen lässt, ist noch mal eine eigene Frage, die andere Texte auf diesem Blog ausführlicher behandeln. Numerologie ist außerdem nur eines von mehreren Deutungssystemen neben Human Design oder Astrologie, und jedes davon beschreibt etwas anderes – auch Rosina Kaisers eigene Heilzahlen sind noch mal ein separates Kapitel, das ich hier nicht aufmache, und der Zahlen-Code als Methode geht ohnehin weit über die Tageszahl hinaus.

Wäre das Herzrasen morgens vor sechs zurückgekommen, hätte ich mir sofort professionelle Hilfe gesucht, bei meiner Hausärztin oder bei einer Beratungsstelle. Ein Sonntagsjournal ersetzt so etwas nicht, und das würde ich niemandem raten zu glauben.

Was am Ende bleibt, wenn die Zahlen schweigen

An einem Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Schule ist mir aufgefallen, dass der Kloß im Hals, den ich jahrelang vor jedem Elternabend kannte, einfach nicht mehr da war. Keine Tageszahl hatte das angekündigt, keine Berechnung hatte mich darauf vorbereitet. Es war einfach so.

Genau das würde ich jeder Leserin mitgeben, die wie Bärbel fragt, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt: Schreib etwas auf, auch wenn die Zahl an diesem Sonntag nichts zu sagen scheint – ein Wort, ein Gefühl, eine einzige Beobachtung reicht. Der Wert liegt im Hinschauen, nicht in der Zahl selbst. Meinen Fenchel-Tee lasse ich dabei inzwischen absichtlich einen Moment zu heiß, einfach weil mich das zwingt, kurz innezuhalten, bevor ich schreibe – ob der Fenchel darin wirklich beruhigend wirkt oder ob es nur die Pause ist, die ich mir dabei gönne, weiß ich bis heute nicht.

Solltest du selbst gerade in einer Erschöpfungsphase stecken, hol dir bitte rechtzeitig Unterstützung bei Fachleuten oder einer Beratungsstelle – ein Sonntagsjournal ist eine persönliche Stütze, kein Ersatz für Therapie oder ärztliche Behandlung. Wir, die wir jahrelang gelernt haben, uns um andere zu kümmern, dürfen uns diese Sorgfalt auch selbst zugestehen.

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