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Burnout bewältigen als Lehrer: Wie der Zahlen-Code mir am Sonntag Ruhe schenkt

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Lehrer-Burnout bewältigen in der Altersteilzeit: Zahlen-Code Erfahrungen am Sonntagnachmittag

Der Kloß im Hals ist weg. Das ist keine große Enthüllung, eher eine stille Randnotiz von einem x-beliebigen Donnerstagmorgen auf dem Schulweg durch die Ostengasse, seit ich nur noch in Altersteilzeit unterrichte, aber genau an diesem Gefühl hängt der größte Irrtum, den ich über meine Zahlen-Code Erfahrungen nach dem Lehrer-Burnout immer wieder lese: dass eine Zahl auf Papier so etwas heilen könnte.

Kurzer Hinweis vorab, weil er hierher gehört: In diesem Text stecken Affiliate-Links, unter anderem zu Rosina Kaisers Buch. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Ich schreibe ausschließlich über das, was ich selbst am Küchentisch in der Ostengasse durchgearbeitet habe, und bin weder Ärztin noch Therapeutin.

Der Mythos vom schnellen Fix nach dem Lehrer-Burnout

Wer mir schreibt, fragt fast immer dasselbe: Hat dich der Zahlen-Code aus dem Burnout geholt? Die ehrliche Antwort ist nein. Herausgeholt haben mich die Altersteilzeit, viel Schlaf und die Entscheidung, im Januar 2024 endlich die Reißleine zu ziehen. Das Buch kam erst im Frühsommer desselben Jahres dazu, geschenkt von einer alten Studienfreundin aus Augsburg, die selbst am liebsten sonntags auf dem Lech steht und paddelt, wenn sie den Kopf freibekommen will. Bei mir war es kein Paddelbrett, sondern ein Leinen-Heft und die Zahlen-Code-Methode von Rosina Kaiser, aber der Grundgedanke war bei uns beiden derselbe: sich sonntags bewusst etwas nehmen, das nichts mit der Wochenplanung zu tun hat.

Bevor das Heft in mein Leben kam, hatte ich es mit Atemübungen aus einem Volkshochschulkurs versucht. Die Übungen waren gut gemeint und technisch sauber erklärt, aber nach zwei Wochen hatte ich die Reihenfolge schon wieder vergessen und saß trotzdem morgens vor sechs mit Herzrasen im Bett. Genau das gebe ich Leserinnen gern früh mit: Es gibt keine Übung, keine Zahl und keinen Kurs, der von allein wirkt, wenn man ihn nicht wirklich in den Alltag einbaut.

Leinen-Notizbuch mit handschriftlichen Zahlen für Zahlen-Code Erfahrungen nach dem Lehrer-Burnout

Was der Zahlen-Code wirklich ersetzt – und was nicht

Der zweite Irrtum hängt eng mit dem ersten zusammen: dass der Zahlen-Code eine Art Ersatzbehandlung wäre. Ist er nicht, und das schreibe ich hier bewusst einmal ausführlich, weil ich es sonst nirgends so deutlich sage. Rosina Kaisers Ansatz ist eine persönliche Reflexionsübung für den Sonntagnachmittag, keine ärztliche Behandlung, keine Psychotherapie und keine professionelle Lebensberatung. Wenn das Herzrasen bleibt oder die Erschöpfung tiefer sitzt als gewöhnlicher Arbeitsstress, gehört der erste Anruf dem Hausarzt oder einer Beratungsstelle, nicht dem Leinen-Heft. Wie ich diese Grenze für mich im Alltag ziehe, ohne dass sich beides widerspricht, steht ausführlicher in meinem Beitrag Zahlen-Code Anwendung im Alltag für neue Gelassenheit in der Altersteilzeit.

Was das Buch tatsächlich leistet, ist kleiner und dafür ehrlicher: Wenn ich meine Tageszahl berechnen, bekomme ich einen kleinen Orientierungsanker für einen Sonntagabend, an dem der Burnout manchmal noch spürbar ist, obwohl der Kalender längst Altersteilzeit sagt. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Die Lebenszahl, die persönliche Jahreszahl oder die sogenannten Heilzahlen sind noch einmal eigene Kapitel im Buch, und wer sie mit der Tageszahl verwechselt, wundert sich zu Recht, warum nichts zusammenpasst. Die Methode dahinter ist bewusst schlicht gehalten, ohne großes Vokabular, was mir nach dreiundzwanzig Jahren, in denen ich auf einfache Erklärungen für Kinderaugen geachtet habe, sehr entgegenkommt. Deshalb nenne ich es für mich schlicht Mein Sonntagsbegleiter und nicht Therapieersatz.

Warum nicht jede Tageszahl ein Muster zeigen muss

Ein regnerischer Sonntag im März gehört zu den Momenten, die diesen Punkt am besten zeigen. Ich hatte die Tageszahl ausgerechnet, ins Heft geschrieben, und nichts davon passte zu meiner Stimmung an diesem Nachmittag. Früher hätte ich den Fehler bei mir gesucht oder die Rechnung so lange wiederholt, bis sie endlich stimmte. Heute klappe ich das Heft einfach zu. Eine Woche ohne erkennbares Muster ist kein Versagen der Methode und auch keines von mir, sie ist einfach eine Woche ohne erkennbares Muster. Genau diese Erwartung, dass jede Berechnung ein Zeichen liefern muss, ist der Teil des Zahlen-Codes, der am meisten missverstanden wird und am ehesten Richtung Wahrsagerei abdriftet, wo er nie hinwollte.

Der Perfektionismus, alles richtig machen zu wollen, war ohnehin die größere Altlast aus dem Klassenzimmer als jede einzelne Tageszahl. Als Lehrerin habe ich dreiundzwanzig Jahre lang gelernt, jedes Wort auf einem Zeugnis dreimal zu wiegen, und dieser innere Zensor hat sich nach dem Rückzug aus dem Schuldienst nicht einfach verabschiedet. Er hat nur das Fach gewechselt und wollte plötzlich auch beim Journaling mitreden, mit einem gedachten Haken hinter jeder Zahl, die er für richtig hielt.

Dampfende Tasse Fencheltee als Sonntagsritual in der Altersteilzeit nach dem Lehrer-Burnout

Zahlen-Code und Radionik sind nicht dasselbe

Ein dritter Irrtum kommt fast immer per E-Mail von ehemaligen Kolleginnen aus dem Schuldienst. Eine hat mich neulich gefragt, ob ich inzwischen auch eine Software wie MeineRadionik nutze, weil sie für ihre Abendroutine etwas Digitales sucht. Andere erwähnen EasyRadionik oder den MeineRadionik Premium Videokurs, wieder andere fragen ganz allgemein nach Radionik-Software fürs Zuhause. Jedes Mal muss ich ehrlich zugeben, dass ich davon keine Ahnung habe. Das ist ein eigenes Themenfeld mit eigener Technik, das ich selbst nie ausprobiert habe und deshalb auch nicht empfehlen kann. Für meine Sonntage bleibt es beim Papier, weil sich ein digitales Tagebuch für mich nach einer weiteren Aufgabe am Bildschirm anfühlen würde und nicht nach der Pause, die ich eigentlich suche.

Sonntagsstruktur in der Altersteilzeit ohne Schuldruck finden

Die größte Umstellung nach dreiundzwanzig Jahren im Schuldienst war ohnehin nicht das Rechnen mit Zahlen, sondern das Fehlen jeder Struktur, sobald der Stundenplan wegfiel. Wie ich mir diese Struktur zurückerobert habe, ohne dass daraus wieder neuer Leistungsdruck wurde, steht ausführlicher in meinem Artikel Struktur in der Altersteilzeit finden: Mein Sonntagsjournal mit Fencheltee. Der Fencheltee darin ist kein Zufall: Der Dampf zieht mir beim ersten Schluck jedes Mal kurz über die Brille, sodass ich für einen kurzen Moment gar nichts sehe, und genau dieser kleine Reset gehört inzwischen fest zum Sonntag dazu. Wer nach dem Lehrerberuf noch nicht ganz weiß, wer sie jetzt eigentlich ist, findet in so einem wiederkehrenden kleinen Ritual eher eine Antwort als in einer einzelnen Zahl.

Was von alledem am Ende bleibt, ist eine ziemlich nüchterne Regel für mich: Ich behandle jede Zahl und jedes System, ob Numerologie, Human Design oder Tarot, die im Freundeskreis alle mal auf dem Tisch lagen, als Gesprächsanlass mit mir selbst und nie als Antwort von außen. Zeigt eine Tageszahl etwas, das zu meiner Woche passt, nehme ich das als kleinen Anstoß, bewusster durch die Ostengasse zu gehen, statt einfach nur durchzueilen. Zeigt sie nichts, klappe ich das Heft zu und gehe trotzdem los. Steckst du selbst mitten in einem Lehrer-Burnout oder bist gerade erst in die Altersteilzeit gerutscht, dann sprich zuerst mit jemandem, der wirklich helfen kann, und erst danach, wenn überhaupt, mit einem Heft voller Zahlen.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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