
Der Kessel gibt ein einziges trockenes Klicken von sich, dann schaltet er sich von selbst ab, und mir wird bewusst, dass ich seit einem Moment nur dagestanden und ins Leere geschaut habe.
Genau in diesem kurzen Moment beginnt bei mir inzwischen fast jeder Sonntagnachmittag, an dem ich mich mit den Zahlen-Codes beschäftige, und genau diese kleine Pause ist es, nach der mich Leserinnen am häufigsten fragen. Wie schaffst du es, den Sonntagsblues zu bewältigen, ohne dass der Montag gleich das ganze Wochenende auffrisst? Seit ich über meinen Altersteilzeit-Alltag und meine Erfahrung mit Zahlen-Codes schreibe, kommt diese Frage öfter, und die ehrliche Antwort passt selten in einen einzigen Satz.
Meine kurze Antwort ist trotzdem immer dieselbe: Es geht nicht darum, den Sonntagabend mit einer Technik zu überlisten, sondern ihm eine feste, kleine Form zu geben, in der die Unruhe Platz hat, ohne dass sie den ganzen Abend übernimmt. Bei mir ist diese Form ein Leinen-Heft und eine Tageszahl. Bei dir kann es etwas ganz anderes sein. Die Fragen, die mir dazu am häufigsten gestellt werden, beantworte ich hier so ehrlich, wie ich kann.
Was genau schreibe ich sonntags in mein Heft?

Bevor ich überhaupt mit den Zahlen angefangen habe, hat sich mein Körper stur gegen jede Ruhe gewehrt, mit Herzrasen am frühen Morgen und einem Kloß im Hals vor jedem Elterngespräch. Das Burnout-Syndrom, das sich über zwei Schuljahre aufgebaut hatte, lässt sich nicht mit einem Antrag auf Altersteilzeit einfach wegwischen, auch wenn die Schulleitung schnell zugestimmt hat und eine Kollegin meine Klasse übernommen hat.
Meistens ist es nicht mehr als eine Zahl, die ich seitdem sonntags aufschreibe. Ich berechne die Tageszahl für den kommenden Tag, manchmal auch nur für den Abend selbst, und schreibe sie oben auf eine neue Seite. Die Rechnung dahinter erkläre ich hier bewusst nicht im Detail, dazu gibt es an anderer Stelle einen ganzen Beitrag von mir. Die Methode hinter Rosina Kaisers Zahlen-Code habe ich ohnehin nie systematisch von Grund auf gelernt, ich nutze sie eher aus dem Bauch heraus. Neben der Tageszahl kommt bei mir gelegentlich auch die Lebenszahl oder die persönliche Jahreszahl dazu, aber das sind eigene Themen, die ich hier nicht aufrolle. Wie sich mein Ablauf am Sonntag über die Zeit so eingespielt hat, wäre außerdem noch mal eine eigene Geschichte für sich. Wichtiger als jede Rechnung ist für mich ohnehin, was danach passiert: ein paar Zeilen dazu, wie sich die Woche bis hierhin angefühlt hat, und was ich mir für den Montag zutraue.
Neulich, als ich die Tageszahl wieder ins Heft geschrieben habe, ist mir aufgefallen, wie leicht der Stift über das Papier gerutscht ist. Die Hand braucht kaum noch Druck, ganz anders als früher, als ich jeden Buchstaben fast in die Seite gedrückt habe, als müsste ich mir das Recht auf diese halbe Stunde erst erkämpfen. Das war kein großer Moment. Es war eher ein kleines Zeichen, dass sich in mir selbst etwas gelockert hat.
Wie lange machst du das schon?

Seit zwei Jahren sitze ich jetzt an fast jedem Sonntag mit dem Heft am Tisch, das lässt sich ganz einfach beantworten. Vor einiger Zeit hat mir eine Studienfreundin aus Augsburg, die inzwischen fast jeden Sommerabend mit ihrem Stand-up-Paddle auf dem Lech unterwegs ist, das Buch von Rosina Kaiser in die Hand gedrückt. Sie meinte nur, es sei etwas Kleines für den Sonntag, nichts Großspuriges.
Ich hätte mir damals gewünscht, jemand hätte mir gezeigt, wie man Heilzahlen gegen Kloß im Hals bei Stress im Lehrerberuf sanft anwenden kann, aber ich kannte das Buch damals noch gar nicht. Heute ist das für mich kein Werkzeug gegen ein akutes Symptom mehr, sondern eher ein stilles Journaling, das ich mir selbst zugestehe.
Hast du vorher etwas anderes probiert?
Ja, und es hat nicht funktioniert, das gehört ehrlich dazu. Ich hatte vorher einen Kurs an der Volkshochschule mit Atemübungen belegt, in der Hoffnung, damit die Unruhe vor der Woche in den Griff zu bekommen. Nach etwa zwei Wochen hatte ich die Übungen schon wieder vergessen, obwohl ich sie im Kurs selbst eigentlich ganz gut fand.
Der Unterschied zu den Zahlen-Codes liegt für mich nicht darin, dass die eine Methode wirksamer wäre als die andere, sondern darin, dass ich beim Schreiben automatisch innehalte, während ich eine Atemübung nur dann mache, wenn ich mich aktiv daran erinnere und mir extra Zeit dafür nehme. Das Heft liegt einfach da, jeden Sonntag, und ich muss mich an nichts erinnern außer daran, mich hinzusetzen.
Auch die Zahl schweigt manchmal am Sonntag

Es gibt Sonntage, an denen ich vor meinem Heft sitze und die Tageszahl mir schlicht nichts sagt. Meine Stimmung passt an solchen Tagen zu keinem Muster, und ich fühle mich einfach nur leer. Manchmal bleibt das Heft dann auch geschlossen liegen, neben einer angelesenen Zeitung, und ich stehe wieder auf, ohne etwas geschrieben zu haben.
Genau an diesen Nachmittagen meldet sich bei mir am lautesten der Perfektionismus, den ich mir über Jahre im Lehrerinnenberuf angewöhnt habe, diese Stimme, die findet, ich müsste auch aus einem stillen Sonntag noch eine Erkenntnis herausziehen. Ich lasse das inzwischen eher stehen, als dagegen anzukämpfen. Eine Woche ohne Muster ist für mich keine verlorene Woche, sie ist einfach eine Woche, in der sich das Leben nicht in eine Zahl pressen lässt.
Ob ein digitales Tagebuch am Bildschirm dasselbe leisten würde wie mein Leinen-Heft aus Papier, kann ich nicht beurteilen, ich bin von Anfang an bei Papier und Stift geblieben. Wie sich Zahlen-Codes zu anderen Deutungssystemen wie Human Design, Astrologie oder Tarot verhalten, ist außerdem eine Frage, die ich bewusst anderen überlasse, die sich damit besser auskennen als ich.
So finden die Zahlen einen Platz im Altersteilzeit-Alltag
Zwölf Wochenstunden unterrichte ich inzwischen noch, dienstags und donnerstags vormittags, zwei ruhigere Fächer. Der Rest der Woche gehört mir, und genau das war am Anfang schwerer auszuhalten, als ich gedacht hatte. Wer ich jenseits vom Lehrerinnenberuf eigentlich bin, ist eine Frage, an der ich seit der Altersteilzeit ohnehin laufend weiterarbeite, mit oder ohne Zahlen.
Es gibt auch Sonntagabende, an denen selbst dieses kleine Ritual sich eher wie eine Pflicht anfühlt als wie Ruhe, und die halbe Stunde am Tisch zäh wird statt leicht. An solchen Abenden setze ich mich trotzdem kurz hin, nicht weil die Zahl dann automatisch etwas zeigt, sondern weil allein das Hinsetzen mir zeigt, dass ich die Woche nicht einfach über mich ergehen lasse.
Radionik-Software als Randnotiz, nicht als eigene Praxis
In der Schlange vor der Würstlküche am Watmarkt hat mich neulich eine ehemalige Kollegin gefragt, ob ich jetzt unter die Esoterikerinnen gegangen sei. Ich musste lachen, weil ich mich selbst so gar nicht sehe. Ich bin immer noch dieselbe Frau, die dreiundzwanzig Jahre lang Kindern beigebracht hat, wie man Buchstaben formt, nur dass ich jetzt sonntags mit einem Heft am Tisch sitze statt mit einem Stapel Hefte zur Korrektur.
Dieselbe Kollegin hat mich später noch gefragt, ob ich nicht auch Radionik-Software ausprobiert hätte, von der eine andere ehemalige Kollegin ihr erzählt hatte. Davon habe ich wirklich keine Ahnung und kann selbst nichts dazu empfehlen. Auch der Name MeineRadionik ist mir in Nachrichten von Leserinnen schon öfter begegnet, genau wie Fragen zu einem Premium-Videokurs dazu, aber getestet habe ich weder das eine noch das andere.
Wer sich für so etwas als Ergänzung zum Buch interessiert, kann selbst schauen, ob Resilienz stärken in der Altersteilzeit mit der EasyRadionik Software für die eigene Situation passt. Manchmal werde ich auch nach EasyRadionik-Journaling gefragt, so als könnte man die Tageszahl auch am Bildschirm statt im Heft festhalten. Für mich persönlich reichen Stift und Papier völlig aus.
Ein weicher Wochenstart braucht keine Perfektion

Wenn ich abends die Kirchenglocken höre, zucke ich nicht mehr zusammen. Manchmal schlage ich noch einmal in Rosina Kaisers Buch nach und notiere mir eine Zahlenfolge, die mich durch den Montag begleiten soll, auch an Tagen, an denen ich gar keinen Unterricht habe. Der Sonntagsblues ist für mich nicht mehr der dunkle Schatten von früher, eher ein grauer Frühnebel, der zur Landschaft gehört, aber niemandem mehr den Weg versperrt.
Für Kolleginnen, die noch mitten im vollen Schuldienst stehen, ist der Druck vor dem Sonntagabend oft enorm, das weiß ich noch gut aus eigener Erfahrung. Ich habe gemerkt, dass emotionale Entlastung für Lehrerinnen durch das Sonntagsjournal mit Heilzahlen ein Weg sein kann, den Übergang vom Wochenende in den Berufsalltag sanfter zu gestalten. Es nimmt niemandem die Arbeit ab, aber es verändert, wie man auf sie blickt.
Wenn du dich auch auf einen eigenen Weg mit Zahlen-Codes gegen den Sonntagsblues machen willst, dann fang klein an. Nimm ein Heft, das dir gefällt, einmal die Woche reicht völlig, und setz dich an deinen eigenen Tisch dafür hin. Es muss nicht perfekt sein und es muss auch nicht jede Woche etwas zeigen. Es muss nur wirklich deines sein.