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Sinnvolle Hobbys für Lehrer in Altersteilzeit finden durch das Sonntagsjournal

Sinnvolle Hobbys für Lehrerinnen in Altersteilzeit: Leinen-Heft für das Sonntagsjournal mit Zahlen-Code-Notizen

Vier Hobbys standen zu Beginn meiner Altersteilzeit auf meiner gedanklichen Liste: ein Yoga-Kurs, ein Wanderverein, ein Stressmanagement-Seminar der Bildungsgewerkschaft und, fast als Nachgedanke, ein schmales Leinen-Heft für den Sonntagnachmittag. Drei davon habe ich nach kurzer Zeit wieder verworfen. Als Lehrerin in Altersteilzeit nach einer langen Burnout-Phase habe ich gelernt, dass ein Hobby, das sich wie ein zweiter Stundenplan anfühlt, für mich keine Erholung ist – und ausgerechnet das unscheinbarste Vorhaben, mein Sonntagsjournal mit Rosina Kaisers Zahlen-Code, ist das einzige geblieben, das ich heute noch an einem Sonntagnachmittag in der Regensburger Altstadt mache.

Ein Hinweis vorab, weil er zur Ehrlichkeit gehört: Ein Teil der Links in diesem Text sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber ein Buch, bekomme ich eine kleine Provision – dein Preis bleibt gleich. Ich schreibe nur über das, was ich selbst im Leinen-Heft durchgearbeitet habe. Die ausführliche Offenlegung findest du weiter unten verlinkt.

Feste Termine versus ein Heft ohne Uhrzeit

Nach dreiundzwanzig Jahren im Klassenzimmer war die Stille an den freien Vormittagen anfangs schwer auszuhalten, und gleich mehrere Kolleginnen hatten einen Rat parat: ein Yoga-Kurs, ein Wanderverein, feste Verabredungen mit festen Uhrzeiten. Gut gemeint war das. Aber wer wie ich noch die Pflege einer Angehörigen mitorganisiert und öfter kurzfristig einspringen muss, kann sich auf einen Termin am Montagabend nicht verlassen. Ein Hobby mit starrem Rahmen wurde so schnell zur zusätzlichen Last statt zur Erholung.

Der Yoga-Kurs und der Wanderverein sind beide schnell wieder von meiner Liste verschwunden – nicht, weil sie schlecht gewesen wären, sondern weil eine feste Gruppe eben eine feste Anwesenheit verlangt. Am längsten habe ich mit einem dritten Versuch gehadert, der mich zunächst am meisten überzeugt hatte, weil er seriös und gut organisiert wirkte.

Das Pflichtseminar der Bildungsgewerkschaft passte nicht zu mir

Ich habe mich einmal zu einem Stressmanagement-Seminar der Bildungsgewerkschaft angemeldet, weil es mir jemand empfohlen hatte, der es gut meinte. Ein Wochenende lang haben wir Atemtechniken, Checklisten und kleine Übungen in Zweiergruppen durchgearbeitet, in einem Raum mit Stuhlreihen, die mich sofort an eine Pflichtfortbildung erinnerten, die ich früher jedes Jahr absitzen musste. Genau das war das Problem. Es fühlte sich an wie eine weitere Fortbildung, nicht wie etwas, das ich mir selbst ausgesucht hatte.

Die Übungen waren nicht falsch. Manche davon nutze ich heute noch, ganz beiläufig, ohne den Rahmen aus dem Seminar. Aber die feste Zeit, die feste Gruppe und das Zertifikat am Ende passten nicht zu einer Frau, die gerade lernen wollte, ohne engen Stundenplan zu leben. Am Sonntag mit dem Leinen-Heft führt niemand eine Anwesenheitsliste. Genau das macht für mich den Unterschied.

Der Unterschied zeigt sich, wenn ein Termin ausfällt

Im Café Orphée an der Wahlenstraße sitze ich inzwischen lieber eine Stunde mit einem Notizzettel, als mich für einen Termin anzumelden, den ich am Ende doch wieder absagen muss. Neulich saß dort an einem Nebentisch Helga Wittmann, mit der ich früher in der Pausenküche denselben Wasserkocher auf Sparstufe geteilt habe und die inzwischen selbst nur noch reduziert unterrichtet. Sie erinnerte sich aus dem Stand, welche Mutter zu welchem Kind aus unserer alten Schule gehörte – ein Talent, über das ich immer wieder staune, während ich mir bei den einfachsten Namen schon schwertue.

Eine Leserin hier im Blog, selbst Lehrerin im Ruhestand, ursprünglich aus der Oberpfalz und heute in München, hat einmal in den Kommentaren gefragt, ob man die Tageszahl auch rückwirkend für einen Tag berechnen kann, der schon vorbei ist. Ich musste über die Frage lange nachdenken, aber die Antwort ist eigentlich einfach: ja. Genau darin liegt für mich der Unterschied zu einem Kurs mit fester Sitzung. Ein verpasster Sonntag mit dem Zahlen-Code Buch von Rosina Kaiser ist kein verpasster Termin. Er wartet einfach, bis wieder Zeit ist.

Handgeschriebene Zahlencode-Notizen im Sonntagsjournal einer Lehrerin in Altersteilzeit, mit Füllfederhalter

Zwei Wege abwägen, bevor die Entscheidung fällt

Manche ehemaligen Kolleginnen fragen mich, ob es nicht auch technischere Wege gibt, etwa eine Radionik-Software wie MeineRadionik. Ich habe so etwas einmal ausprobiert, auf dem Laptop, mit blinkenden Tabellen auf dem Bildschirm, und mein Herz hat sofort wieder so geschlagen wie früher vor einem Elternabend. Das ist kein Urteil über das Programm, nur eine ehrliche Antwort: Bildschirme sind für mich der falsche Weg. Wer technisch versierter ist oder ohnehin lieber am Rechner arbeitet, findet dort vermutlich genau das, was mir fehlt.

Ein Vereinshobby mit fester Zeit passt gut, wenn dein Alltag stabil ist, wenn dir der Termin selbst Struktur gibt und wenn dir die Gruppe wichtig ist – der gemeinsame Anfang, das Ankommen mit anderen. Ein Ritual ohne festen Rahmen wie das Sonntagsjournal passt eher, wenn dein Alltag von Pflegeaufgaben, Enkelkindern oder kurzfristigen Vertretungen durchbrochen wird, wenn du niemandem Bescheid geben willst, sobald ein Termin ausfällt, und wenn du lieber allein nachdenkst als in der Gruppe. Beides ist ein sinnvolles Hobby. Nur eben für unterschiedliche Wochen.

Sinnvolle Hobbys für Lehrerinnen in Altersteilzeit: eine ehrliche Bilanz

Neulich bin ich morgens wach geworden, bevor der Wecker überhaupt losging, und habe zum ersten Mal seit Jahren nicht im Kopf durchgerechnet, wie wenig Schlaf das jetzt wieder gewesen ist. Das war kein Verdienst der Tageszahl allein, und ich will es auch nicht so groß machen. Aber es war der Moment, an dem mir klar wurde, dass sich etwas verschoben hatte, ohne dass ich es mir bewusst vorgenommen hätte.

Loslassen ist dabei kein einmaliger Moment, sondern eher eine wiederkehrende Übung. Manchmal hilft mir dabei mehr die Lebenszahl als die Tageszahl, manchmal will ich einfach nur ablegen, dass ich noch immer versuche, alles richtig zu machen. Ich habe gelernt, die Lehrerrolle abzulegen und im Privatleben ankommen mit dem Sonntagsjournal, und ich übe mit der Lebenszahl, die Vergangenheit loslassen durch die Lebenszahl Deutung im Sonntagsjournal.

Für mich bleibt eine einfache Bilanz: Ein Hobby mit festem Termin habe ich gebraucht, um zu merken, dass ich genau das nicht brauche. Was geblieben ist, ist ein Heft, ein Stift und das Zahlen-Code System, das keine Antworten erzwingt, sondern Fragen stellt, die ich in meinem eigenen Tempo beantworten darf. Natürlich ersetzt so ein Journal keine Therapie. Wenn die Erschöpfung tiefer sitzt, ist der Weg zum Hausarzt oder zu einer Beratungsstelle der Krankenkasse kein Umweg, sondern der richtige nächste Schritt.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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