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Zahlen-Code für Lehrerinnen: Mein Sonntag in Altersteilzeit in Regensburg

Zahlen-Code Numerologie und Sonntagsritual einer Lehrerin in Altersteilzeit in der Regensburger Altstadt nach Lehrer-Burnout

Zwölf Wochenstunden stehen in meinem Stundenplan, Dienstag- und Donnerstagvormittag, seit ich im Januar 2024 in Altersteilzeit gegangen bin. Die freie Zeit dazwischen habe ich mir nicht sofort mit neuen Pflichten gefüllt, sondern mit einem Sonntagsritual rund um Rosina Kaisers Zahlen-Code, einer Praxis, die mit klassischer Numerologie nur locker verwandt ist. Ich schreibe das als ehemalige Grundschullehrerin aus der Regensburger Altstadt, die nach einem langen Lehrer-Burnout einen Weg gesucht hat, dem Sonntag wieder eine Form zu geben, ohne dass daraus gleich wieder Druck wird.

Bevor es weitergeht, kurz die Offenlegung: In diesem Text stecken Affiliate-Links, unter anderem zum Zahlen-Code von Rosina Kaiser. Kaufst du darüber, bekomme ich eine kleine Provision, ohne Aufpreis für dich. Ich verlinke nur, was bei mir im Heft und im Alltag wirklich eine Rolle spielt, die vollständige Offenlegung steht am Ende der Seite.

Der Stundenplan, der jetzt anders aussieht

Der Wechsel in die Altersteilzeit kam nach einer längeren Krankschreibung, die ich mir selbst lange nicht eingestehen wollte. Davor hatte ich es mit einem Stressmanagement-Seminar der Bildungsgewerkschaft versucht, ein paar Nachmittage mit Übungen und Checklisten zum Abhaken. Es hat sich die ganze Zeit wie eine weitere Pflichtfortbildung angefühlt, etwas zum Absitzen, kein Werkzeug, das ich freiwillig noch einmal in die Hand nehmen würde.

Eine freie Struktur ist für jemanden, der dreiundzwanzig Jahre nach Stundenplan gelebt hat, nicht automatisch angenehm. Sie muss sich erst füllen, und zwar mit etwas, das nicht gleich wieder wie eine neue Pflicht aussieht – das war für mich die eigentliche Aufgabe der ersten Monate in Altersteilzeit, nicht die Anzahl der Wochenstunden.

Ich bin keine Heilpraktikerin, keine Numerologin und keine ausgebildete Lebensberaterin, nur eine Lehrerin, die für sich eine Form gefunden hat, sonntags nicht mehr vor der Woche wegzulaufen. Wer akut unter Erschöpfung oder anhaltender Belastung leidet, ist bei einem Buch nicht an der richtigen Adresse, sondern beim Hausarzt oder einer Beratungsstelle der Gewerkschaft besser aufgehoben. Das hier ersetzt keine dieser Anlaufstellen.

Wie ich sonntags wirklich vorgehe

Der Ablauf ist inzwischen einfach, fast unspektakulär. Ich schlage das Leinen-Heft auf, notiere das Datum und rechne die Tageszahl für die kommende Woche aus – wie genau, gehört in einen anderen Eintrag, das würde hier zu weit führen. Was zählt, ist der Moment danach: ein kurzes Kratzen, wenn die Bleistiftspitze eine Zahl im Leineneinband einkreist, mehr Geräusch als Bedeutung, aber trotzdem etwas, das jede Woche einen kleinen Punkt setzt.

Neben der Tageszahl trage ich inzwischen auch die persönliche Jahreszahl ein, seltener. Die Lebenszahl zu berechnen war für mich der erste Einstieg gewesen, bevor ich überhaupt wusste, dass es diese anderen Zahlen im Buch auch noch gibt. Ich behandle keine dieser Zahlen wie eine Diagnose oder ein Urteil über die Woche, eher wie eine Überschrift, die sich am Ende der Woche als richtig oder falsch herausstellen kann, oder auch gar nicht herausstellt.

Wenn Pflege oder Vertretungsstunden dazwischenkommen

Nicht jeder Sonntag hält sich an den Plan. Wer in Altersteilzeit ist, rutscht oft schneller als gedacht in andere Aufgaben hinein, ein Anruf aus dem Seniorenheim, ein Arzttermin, eine Vertretungsstunde, die kurzfristig doch noch ansteht. Bei mir bricht dann die ruhige Sonntagnachmittag-Zeit manchmal einfach weg, und das Leinen-Heft bleibt bis Montagabend zu.

Ich habe für mich eine einfache Regel daraus gemacht: Wenn der Sonntag ausfällt, verschiebe ich nicht auf den nächsten Sonntag, sondern auf den nächsten ruhigen Abend, egal welcher Wochentag das ist. Das nimmt der ganzen Sache den Kalenderdruck, den ich aus dreiundzwanzig Jahren Notenschluss und Zeugniskonferenzen zur Genüge kenne. Struktur in der Altersteilzeit zu finden heißt für mich inzwischen, die Struktur an die Woche anzupassen, nicht die Woche an die Struktur.

Ein Nebeneffekt hat sich trotzdem eingeschlichen, langsam und ohne dass ich es mir bewusst vorgenommen hätte. Ich wache inzwischen manchmal noch vor dem Wecker auf, und zum ersten Mal seit Jahren liege ich nicht da und rechne nach, wie wenig Schlaf das jetzt wieder war. Ob das am Heft liegt, an der Altersteilzeit oder einfach an der Zeit, die vergangen ist, kann ich nicht sicher sagen. Ich schreibe es trotzdem auf, weil es eines der wenigen Male ist, dass ich einen Unterschied so klar spüre.

Was Helga über Zahlen denkt

Helga Wittmann, mit der ich all die Jahre die Pausenküche und den Wasserkocher auf Sparstufe geteilt habe, ist inzwischen selbst in reduzierter Stundenzahl unterwegs. Sie fragt mich regelmäßig nach dem "Zahlen-Ding", meistens mit einem skeptischen Unterton, nie unfreundlich, eher pragmatisch. Sie will wissen, ob da wirklich etwas dran ist oder ob ich mir nur eine neue Beschäftigung für den Sonntag gesucht habe.

Zuletzt wollte sie wissen, ob ich inzwischen eine der Radionik-Anwendungen nutze, von denen manche Kolleginnen sprechen. Ich habe ihr offen gesagt, dass ich davon keine Ahnung habe und es auch nicht selbst empfehlen kann – Programme wie MeineRadionik oder das einsteigerfreundlichere EasyRadionik laufen bei mir nur als Randnotiz mit, genau wie ein Premium Videokurs, den manche Leserinnen erwähnen, wenn sie es lieber digital und ausführlicher angehen wollen. Ich bleibe beim Papier.

Für Lehrerinnen in Altersteilzeit ist die Methode noch mal etwas anderes als für jemanden, der mitten im Berufsleben steht oder gerade erst neu mit dem Suchen anfängt – bei uns fehlt plötzlich der Stundenplan, der jahrzehntelang den Takt vorgegeben hat, und die Zahlen füllen eher diese Lücke, statt noch einen weiteren Termin zu bedeuten. Das ist, glaube ich, der Unterschied, den andere Leserinnen so nicht spüren.

Rat für andere Lehrerinnen in Altersteilzeit

Eine Leserin, Agathe Lindner, pensionierte Lehrerin aus München mit oberpfälzischen Wurzeln, hat vor einer Weile unter einem Eintrag über die Tageszahl kommentiert, dass sie etwas sehr Ähnliches macht, nur mit einem eigenen Notizheft und immer dienstags nach dem Frühstück, nie sonntags. Ihr Kommentar kam wie all ihre Kommentare seitdem ohne Profilbild, nur mit Namen und ein paar knappen Sätzen. Seitdem schreiben wir uns gelegentlich, wenn sich unter einem Beitrag etwas zu ergänzen findet.

Genau das würde ich jeder Lehrerin in Altersteilzeit raten, die neugierig ist: Der Wochentag ist egal, Hauptsache er wiederholt sich. Ob das Heft aus Papier ist oder eine App auf dem Telefon, entscheidet über wenig. Der alte Lehrerinnen-Perfektionismus, der jede Zeile korrigieren will, ist dabei eher hinderlich als hilfreich, und wer ich jetzt bin, wenn Klassenliste und Elternabend nicht mehr den Ton angeben, ist noch mal eine eigene Frage, die an anderer Stelle ausführlicher drankommt. Wichtiger ist, ehrlich zu bleiben, wenn eine Woche einfach nichts zeigt, statt sich eine Erkenntnis zurechtzubiegen, nur damit sich der Eintrag lohnt.

Wie sich das Ganze im Alltag zwischen Vertretungsstunde, Pflegetermin und Einkaufsliste anwenden lässt, jenseits des Sonntagnachmittags, ist ebenfalls ein eigenes Thema, das hier zu weit führen würde. Manchmal, wenn ich Zeit im Café Orphée an der Wahlenstraße verbringe und Leute beim Vorbeigehen beobachte, merke ich trotzdem, wie viele Frauen in meinem Alter offenbar an einer ähnlichen Stelle stehen, mit oder ohne eigenes Zahlen-Heft. Wie der Zahlen-Code mir am Sonntag Ruhe schenkt, hat am Ende weniger mit den Zahlen selbst zu tun als damit, dass ich mir erlaubt habe, eine Sache auch mal ohne Note stehen zu lassen.

Es gibt inzwischen mehrere Bücher und Systeme, die versuchen, ähnliche Fragen zu beantworten, von Numerologie bis Human Design, und keins davon ist automatisch das richtige für dich. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass der Zahlen-Code für mich der Zugang war, der zu meinem Sonntagnachmittag gepasst hat, ohne Heilsversprechen, nur als ein Anker unter mehreren möglichen.

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