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Neue soziale Kontakte im Ruhestand finden ohne den täglichen Schuldienst

Die Frage, wie man als Altersteilzeit-Lehrerin eigentlich neue Menschen findet, wenn plötzlich kein Elternabend, keine Pausenküche und keine Klasse mehr den Tag ordnet, hat mich in der Regensburger Altstadt lange beschäftigt, während meine Zahlen-Code-Erfahrung am Küchentisch gerade erst begann und die soziale Neuorientierung sich eher wie eine offene Baustelle anfühlte als wie ein Plan.

Ein kurzer Zwischenruf, bevor ich weiterschreibe: In diesen Sonntagsnotizen verlinke ich manchmal Bücher oder Programme, die mir persönlich in dieser Phase begegnet sind. Das sind Affiliate-Links, für die ich eine Provision bekomme, ohne dass sich dein Preis dadurch ändert. Ich nenne hier nur, was ich selbst an meinem Küchentisch ausprobiert und für brauchbar befunden habe, alles Weitere steht in meiner Offenlegung weiter unten.

Meine bisherige Antwort darauf ist unspektakulär: Es sind selten die großen Pläne, die neue Menschen in mein Leben bringen, sondern die kleinen, ungeplanten Berührungspunkte im Treppenhaus oder an der Steinernen Brücke, wenn das Wasser gerade niedrig steht. Das beantwortet die Frage von oben noch nicht vollständig, aber es ist der Kern von dem, was sich zeigt, seit ich nur noch zwölf Wochenstunden unterrichte und mehr Zeit an meinem Küchentisch in der Ostengasse verbringe, wo die Dielen morgens ein bisschen knarren und die schiefe Lavendelvase inzwischen einen festen Platz hat.

Wie finde ich als Altersteilzeit-Lehrerin neue Menschen im Alltag?

Dreiundzwanzig Jahre lang war mein gesamtes soziales Leben mit der Schule verwoben, mit einer Kollegin am Wasserkocher in der Pausenküche oder einer Mutter beim Elternabend. Mein Alltag sieht seit Januar 2024 anders aus: Dienstag und Donnerstag bin ich noch Frau Haselbeck vor zwölf Wochenstunden, an den übrigen Tagen einfach eine Frau in der Altstadt, ohne Namensschild und ohne festen Platz im Lehrerzimmer.

Der Übergang in die Altersteilzeit bedeutet eben auch, dass man beruflich nicht mehr ganz dazugehört, aber privat auch noch nicht wirklich angekommen ist. Man sitzt in einem sozialen Zwischenraum, in dem die alten Kontakte langsam leiser werden und noch nichts Neues laut genug ist, um sie zu ersetzen. Genau in diesem Zwischenraum hat meine Arbeit mit dem Zahlen-Code am Küchentisch überhaupt erst einen Platz gefunden, nicht als Ersatz für Menschen, sondern als etwas, das mir half, den Sonntag nicht komplett leer zu lassen.

Die nächste Tür ist oft näher, als man denkt

Gertraud Pflüger wohnt seit vielen Jahren im ersten Stock desselben Altbaus, und ich kenne sie eigentlich nur vom Briefkasten und von der engen Treppe dazwischen. Seit ich öfter zu Hause bin, ergeben sich daraus richtige kleine Gespräche, nicht nur ein Nicken im Vorbeigehen. Sie hat mich einmal auf der Treppe gefragt, was ich sonntags eigentlich mit dem Leinen-Heft mache, und als ich anfing zu erzählen, hat sie einfach zugehört, ohne weiter nachzuhaken, das war mir fast lieber als jedes Gespräch, in dem jemand sofort eine Meinung dazu hat.

Solche Begegnungen ersetzen keine große Freundeskonstellation, aber sie summieren sich. Ich habe einmal für eine frühere Kollegin aufgeschrieben, wie sich mein Sonntagsritual mit Fencheltee anfühlt, das steht mittlerweile auch in meinem Beitrag über Fencheltee und Heilzahlen, aber im Alltag sind es eher die kurzen Treppenhaus-Momente wie mit Gertraud, die tragen.

Was mache ich mit Kontakten aus der alten Rolle?

Nicht jede alte Verbindung überträgt sich einfach in die neue Zeit. Manche ehemaligen Kolleginnen fragen höflich nach, wie es mir geht, aber das Gespräch bleibt an der Oberfläche, weil der gemeinsame Bezugspunkt, die Schule, für mich nicht mehr der Mittelpunkt ist. Was mir in solchen Momenten eher hilft als ein Gespräch über die alte Rolle, ist mein Buch Zahlen-Code [Mein Sonntagsbegleiter], das ich sonntags aufschlage, wenn ich merke, dass ich mich gerade wieder zu sehr über die Schule definiere.

Ich habe das auch andersherum erlebt, als ich versuchte, die neue Ruhe mit den Worten der alten Welt zu erklären. Das hat nicht funktioniert, und der alte Kloß im Hals, den ich früher vor jedem schwierigen Elterngespräch hatte, war für einen Moment wieder da. Bevor der Zahlen-Code überhaupt eine Rolle spielte, hatte ich Schlafmittel vom Hausarzt bekommen, die genau dieses Gefühl im Hals nicht angerührt haben, was mir zeigte, dass ich nach etwas anderem suchte als nach einer Tablette. Meine Identitätskrise im Ruhestand hat sich nicht an einem einzigen Nachmittag gelöst, aber sie hat sich verändert, sobald ich aufgehört habe, sie alten Bekannten erklären zu wollen. Der Wechsel von einer Rolle mit festem Namensschild zu einem offeneren Alltag ist noch einmal ein eigenes Thema für sich, über das es an anderer Stelle mehr zu sagen gibt.

Kleine Begegnungen ohne Dienstplan

Katharina Hummel war früher eine Mutter aus meiner Klasse 3b, und heute grüßen wir uns nicht mehr über den Umweg eines Elternabends, sondern einfach, weil wir uns in der Stadt öfter über den Weg laufen. Sie hat das Zahlen-Code-Buch nie gelesen, fragt mich aber trotzdem gern, was in meinem Heft steht, ganz konkret, welche Zahl, welcher Satz, welche Woche gerade dran war. Solche Fragen ohne Vorwissen sind mir inzwischen lieber als lange Diskussionen mit jemandem, der das Buch bereits durchgearbeitet hat und alles besser weiß.

Neulich bin ich mitten auf dem Neupfarrplatz stehengeblieben, nur weil der Geruch von frischem Brot aus der Backstube von Prantl herüberzog, an einem ganz gewöhnlichen Wochentag ohne Markt und ohne besonderen Anlass. Mehr ist in diesem Moment nicht passiert, kein großer Gedanke, keine Erkenntnis, nur der Brotgeruch und ich, die kurz innegehalten hat. Genau solche Momente ohne Programm zeigen mir, dass Offenheit sich nicht erzwingen lässt, sondern sich eher einstellt, wenn ich nicht aktiv danach suche.

An der Steinernen Brücke ist mir das ähnlich gegangen, an einem Nachmittag, an dem das Wasser der Donau ziemlich niedrig stand und man die Steine am Ufer freiliegen sah. Ein Mann mit Hund blieb neben mir stehen, wir haben kurz über das Niedrigwasser gesprochen und dann nichts weiter, aber genau dieses Nichts-weiter war angenehm, weil es keine Erwartung an eine Fortsetzung hatte. Soziale Neuorientierung besteht für mich inzwischen aus vielen solcher kurzen, folgenlosen Gespräche, nicht aus einem einzigen großen neuen Freundeskreis.

Der Zahlen-Code ersetzt keine Menschen, aber er schafft Raum für sie

Meinen Sonntagsritual mit der Tageszahl und der Lebenszahl im Leinen-Heft halte ich nach wie vor, ohne hier im Detail zu erklären, wie ich beide berechne, das gehört in einen anderen Text. Für mich bleibt es ein wöchentlicher Anker, ein festes Fenster am Sonntagnachmittag, das nichts mit einer Deutung meines gesamten Lebens zu tun hat, sondern eher mit einer kurzen Standortbestimmung. Das Buch Zahlen-Code ist dabei nach wie vor mein Sonntagsbegleiter, gerade weil es ohne Kurs oder Software auskommt und einfach neben der Teetasse liegen kann.

Eine ehemalige Kollegin von mir geht das technischer an und arbeitet mit einer Software namens MeineRadionik, aber das ist nicht mein Zugang und ich kann es inhaltlich auch nicht beurteilen. Für mein Leinen-Heft und meinen Küchentisch bleibt das haptische Arbeiten mit Stift und Buch die passende Form, während ich Softwarelösungen eher als Randnotiz aus zweiter Hand kenne, wenn Leserinnen danach fragen.

Was am Ende bleibt: unspektakuläre, aber echte Kontakte

Wenn ich die Ausgangsfrage noch einmal aufgreife, würde ich heute sagen: Neue soziale Kontakte im Ruhestand oder in der Altersteilzeit entstehen selten durch einen großen Auftritt, sondern durch das eine Kriterium, ob mich ein Gespräch im Moment wirklich interessiert, unabhängig davon, ob die Person aus der alten Schulwelt stammt oder nicht. Das ist die einzige Regel, die ich mir inzwischen selbst auferlegt habe, wenn jemand auf mich zukommt oder ich auf jemanden zugehe.

Heute Nachmittag werde ich mein Heft schließen und noch einmal zur Steinernen Brücke gehen, ohne zu wissen, ob ich dort jemanden treffe oder einfach nur das niedrige Wasser anschaue. Beides wäre inzwischen eine gute Antwort, und genau darin liegt für mich der Unterschied zu den dreiundzwanzig Jahren, in denen jeder Nachmittag einen festen Plan hatte.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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