Zaerin

Persönliches Wachstum in der Altersteilzeit mit meinem Sonntagsjournal fördern

Persönliches Wachstum in der Altersteilzeit: Sonntagsjournal und Zahlen-Code-Erfahrung einer Lehrerin in der Regensburger Altstadt

Das aufgeschlagene Leinenheft liegt heute schwerer auf meinem Unterarm als sonst, obwohl sich an Papier und Einband nichts verändert hat. Seit meiner Altersteilzeit als Lehrerin führe ich dieses Sonntagsjournal, in dem ich meine Erfahrung mit dem Zahlen-Code von Rosina Kaiser festhalte – mal in der Ostengasse in der Regensburger Altstadt, mal an einem ganz anderen Tag, wenn der Sonntag selbst keine Zeit übrig lässt. Persönliches Wachstum, das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt, hält sich nicht zuverlässig an einen festen Termin.

Eine kurze Offenlegung vorab, weil sie zu jedem Sonntagseintrag dazugehört: Gelegentlich verlinke ich Bücher oder Werkzeuge, die ich selbst ausprobiert habe, und bekomme eine kleine Provision, wenn du darüber kaufst. Am Preis für dich ändert sich dadurch nichts. Ich schreibe nur über das, was wirklich den Weg in mein Heft gefunden hat – alles andere lasse ich weg. Meine ausführliche Offenlegung findest du weiter unten verlinkt.

Was hilft nach einem langen Burnout wirklich?

Zwölf Wochenstunden unterrichte ich inzwischen, dienstags und donnerstags vormittags, nachdem eine längere Krankschreibung Ende 2023 in die Altersteilzeit mündete. In dieser Zeit bekam ich ein einziges Gespräch mit der Schulpsychologin angeboten. Kein Folgetermin. Keine Terminreihe danach. Es war kein schlechtes Gespräch, aber es blieb folgenlos, wie ein einzelner Satz an der Tafel, den niemand mehr weiterschreibt. Diese Erfahrung hat mir früh gezeigt, dass eine einmalige Maßnahme, so gut gemeint sie ist, selten reicht, um ein Muster zu verändern, das sich über zwei Jahrzehnte eingeschliffen hat. Den Stress der Clermont-Ferrand-Schule wollte ich deshalb nicht mit einem einzigen Termin hinter mir lassen, sondern mit etwas, das ich selbst immer wieder wiederholen konnte.

Hand auf dem Leineneinband des Sonntagsjournals – Zahlen-Code-Erfahrung während der Altersteilzeit

Was im Sonntagsjournal wirklich wiederkehrt

Was ich stattdessen gefunden habe, war kein Therapieersatz, sondern eine kleine wiederkehrende Übung: die Tageszahl, manchmal die Lebenszahl, notiert mit dem Zahlen-Code [Mein Sonntagsbegleiter] als Begleitbuch neben mir. Niemand verschreibt mir das, niemand kontrolliert, ob ich es mache – und genau das scheint der eigentliche Unterschied zu sein. Ein Donnerstagmorgen auf dem Weg zur Schule ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Mitten im Gehen bemerkte ich, dass der Kloß im Hals, der mich jahrelang vor jedem Schultag begleitet hatte, einfach nicht da war – keine große Erleuchtung, nur eine Abwesenheit, die mir erst nach ein paar Schritten überhaupt auffiel. Helga Wittmann, eine frühere Kollegin, hört solche Sätze und zieht gern die Augenbrauen hoch: Sie bezweifelt offen, dass eine Zahl in einem Heft so etwas bewirken kann, und sie sagt das nicht unfreundlich, nur sehr pragmatisch.

Die Lebenszahl im Hintergrund

Mit der Lebenszahl beschäftige ich mich seltener, aber wenn ich es tue, geht es meist darum, alte Rollen loszulassen – deshalb verlinke ich an dieser Stelle zu dem, was ich über das Vergangenheit loslassen mit dieser Zahl aufgeschrieben habe, die sich im Kern über die Quersumme des Geburtsdatums ergibt. Mehr will ich dazu hier nicht ausführen, das gehört in einen anderen Sonntagseintrag.

Journal und Kalender auf einem Tisch – Alltagsorganisation während der Altersteilzeit als ehemalige Lehrerin

Fester Dienstag oder offener Sonntag?

Eine Leserin namens Agathe Lindner, selbst pensionierte Lehrerin, ursprünglich aus der Oberpfalz, schrieb mir vor einiger Zeit unter einem Eintrag, dass sie dasselbe mit einem eigenen Notizbuch macht, aber grundsätzlich dienstags nach dem Frühstück, nie an einem anderen Tag. Ihr Kommentar hatte kein Profilbild, nur ihren Namen, und genau diese Konsequenz hat mich nachdenklich gemacht: Ein fester Tag schafft eine Gewohnheit, die sich nicht jede Woche neu rechtfertigen muss. Bei mir ist das anders, seit ein unregelmäßiger Stundenplan und zusätzliche Verpflichtungen zu Hause meine Sonntage immer wieder verschieben; ein starrer Termin würde bei mir eher zu einem weiteren Grund werden, mir selbst etwas vorzuwerfen. Manche ehemaligen Kolleginnen fragen stattdessen nach technischeren Lösungen – eine erwähnte neulich MeineRadionik [Leser-Anfrage] als Alternative, aber das ist ein Werkzeug, das ich nie selbst benutzt habe und über das ich nichts Fundiertes sagen kann. Wer einen Alltag mit einem verlässlichen Block hat, so wie Agathe ihren Dienstagmorgen, fährt vermutlich besser mit einem festen Termin. Wer dagegen, wie ich gerade, von Unterricht und wechselnden Verpflichtungen durchkreuzt wird, kommt mit einem offenen Rhythmus oft weiter – die Übung bleibt dann bestehen, auch wenn der Sonntag selbst ausfällt.

So einfach ist das, und doch so schwer gleichzeitig, es sich selbst zuzugestehen.

Blick aus einem Altstadt-Fenster über die Dächer der Regensburger Altstadt im Herbstlicht – Sonntagsjournal und persönliches Wachstum

Was am Ende für meine Altersteilzeit zählt

Die Wahl zwischen beiden Rhythmen ist weniger eine Frage von richtig oder falsch, sondern eine Frage von Passung: Welcher Rhythmus trägt über Monate, ohne dass ich mir ein schlechtes Gewissen mache, wenn eine Woche dazwischenfunkt? Diese Frage beantworte ich mir nicht jeden Sonntag neu, sondern nehme sie als Teil meines persönlichen Wachstums in der Altersteilzeit mit. Wenn du selbst überlegst, ob ein festes Ritual oder ein flexibler Rahmen besser zu deinem Alltag passt, probier ruhig beides eine Weile aus, bevor du dich festlegst. Für mich bleibt der Zahlen-Code [Mein Sonntagsbegleiter] das Buch, zu dem ich immer wieder zurückkehre, ganz gleich, ob der Eintrag am Sonntagnachmittag entsteht oder erst am Montagabend.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

Verwandte Artikel