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Innere Ruhe finden mit EasyRadionik Übungen am entspannten Sonntagnachmittag

Innere Ruhe finden mit EasyRadionik Übungen am entspannten Sonntagnachmittag

Es ist dieser eine Moment am Sonntagnachmittag, wenn das Licht in der Ostengasse weicher wird und der Schatten des Doms langsam über die Dächer der Altstadt kriecht. Ich sitze an meinem Küchentisch, der Fencheltee in der hellen Tasse ist noch ein wenig zu heiß zum Trinken, und draußen im Hinterhof plätschert der kleine Steinbrunnen sein gleichmäßiges Lied. Vor mir liegt mein Leinen-Heft, und daneben die schiefe Lavendelvase, die ich letzte Woche am Bauernmarkt am Neupfarrplatz erstanden habe.

Seit etwa neun Monaten ist dieser Platz mein Anker geworden. Es ist September 2026, und wenn ich zurückdenke, wie ich hier noch vor zwei Jahren saß – mit diesem unerträglichen Herzrasen morgens vor sechs und dem Kloß im Hals, der schon am Sonntagnachmittag anschwoll, sobald ich an den Montagmorgen in der Clermont-Ferrand-Schule dachte – dann fühlt sich das heute wie ein anderes Leben an. Damals, nach dreiundzwanzig Jahren als Klassenlehrerin, war der Sonntag kein Tag der Ruhe, sondern ein Tag des Wartens auf den Stress.

Das sanfte Ordnen der Gedanken am Küchentisch

Als mir im Juni 2024 eine alte Studienfreundin aus Augsburg das Buch von Rosina Kaiser über den Zahlen-Code schenkte, war ich skeptisch. Ich bin keine Heilpraktikerin und erst recht keine Esoterikerin. Ich bin eine Frau in Altersteilzeit, die jahrelang Kindern beigebracht hat, dass Zahlen eine klare Logik haben. Aber vielleicht war es genau das, was mich ansprach: die Einfachheit der 10 Ziffern, die als Basis für alles dienen. Es war etwas Kleines für den Sonntag, nichts Großspuriges.

Heute unterrichte ich nur noch 12 Wochenstunden, immer Dienstag- und Donnerstagvormittag. Die Ruhe, die ich jetzt finde, kommt nicht durch das bloße Nichts-Tun. Früher dachte ich, ich müsste mich sonntags maximal entspannen, um den Montag zu überstehen. Aber ich habe gelernt, dass genau dieser harte Kontrast – von der totalen Stille in den Lärm des Pausenhofs – das System überfordert. Die EasyRadionik-Übungen, wie ich sie für mich nenne, sind meine Brücke geworden.

Nahaufnahme einer Hand, die eine Zahl in ein Leinen-Notizbuch schreibt.

Die erste Ziffer und das Loslassen

Wenn ich heute mein Heft aufschlage, spüre ich den rauen Leinenumschlag unter meinen Fingerspitzen. Es ist ein haptisches Signal an meinen Körper: Jetzt ist Zeit für dich. In der Ferne höre ich das vertraute Klappern von Backblechen beim Bäcker Prantl auf der Rückseite des Hauses. Es ist ein beruhigendes Geräusch, das mich im Hier und Jetzt hält. Ich beginne meistens mit der Tageszahl.

Es gibt diesen einen körperlichen Moment, den ich erst mit der Zeit wahrgenommen habe: Das plötzliche Nachlassen der Anspannung im Nacken, wenn der Stift die erste Ziffer der Tageszahl im Heft berührt. Es ist, als würde die Konzentration auf diese eine, klare Form den Nebel im Kopf lichten. In der Schule habe ich den Kindern immer gesagt, sie sollen die Buchstaben vorsichtig formen, ihnen Raum geben. Jetzt gebe ich den Zahlen diesen Raum.

Manchmal, an einem grauen Novembernachmittag im letzten Jahr, saß ich hier und habe die Zahlen einfach nur hingeschrieben, ohne etwas zu fühlen. Es gab Wochen, da hat eine Tageszahl mir gar nichts gezeigt. Da war kein Aha-Erlebnis, kein plötzlicher Friede. Das gehört dazu. Es ist keine Magie, sondern ein Handwerk der Achtsamkeit. Wenn eine Woche keine Muster zeigt, dann ist das eben so. Ich blättere dann oft in dem alten Ringbuch mit den Kinderzeichnungen meiner Klasse 3b von 2019, das im Regal steht, und lächle über die bunten Sonnen und schiefen Häuser.

Warum zu viel Entspannung manchmal blockiert

Es klingt paradox, aber ich habe festgestellt, dass der Versuch, am Sonntag jegliche Struktur zu vermeiden, den Übergang in die Arbeitswoche erschweren kann. Wenn ich mich nur passiv berieseln lasse, bleibt der Geist im Warte-Modus. Die Beschäftigung mit den Zahlen-Codes ist eine aktive, aber sanfte Form der geistigen Ordnung. Es ist ein Ablegen der Lehrerrolle, ohne dabei die Fähigkeit zur Struktur zu verlieren.

Die Übung besteht für mich darin, die Zahlenreihen nicht als Rechenaufgabe zu sehen, sondern als Frequenzen, die man visualisiert oder niederschreibt. Ich nutze dabei oft die Impulse aus der Radionik, die mir meine Freundin manchmal als Randnotiz schickt – sie beschäftigt sich tiefer damit, ich bleibe lieber bei meinem Heft und dem Tee. Es geht darum, die Radionik als ein Werkzeug zur mentalen Fokussierung zu begreifen, ähnlich wie man eine Stimmgabel nutzt.

Blick aus dem Altbaufenster auf die Rückseite einer traditionellen Regensburger Bäckerei.

Ein Ritual für den Übergang

Nach den Osterferien hatte ich eine Phase, in der ich das Heft zwei Wochen lang nicht angerührt habe. Der Garten in der Ostengasse blühte, und ich dachte, ich bräuchte das Ritual nicht mehr. Aber das Herzrasen vor dem Dienstagvormittag kam schleichend zurück. Es war nicht so schlimm wie damals vor dem Burnout, aber es war da. Ich erinnerte mich an den Rat meines Hausarztes während der Krankschreibung: Kontinuität ist wichtiger als Intensität. Wenn ihr selbst merkt, dass die Erschöpfung chronisch wird, ist der Gang zu Fachleuten wie Psychotherapeuten oder Beratungsstellen unumgänglich – die Zahlen sind eine Begleitung, kein Ersatz für Therapie.

Ich kehrte zu meinem Sonntagnachmittag zurück. Gegen drei Uhr, wenn das Haus ruhig ist. Ich setze mich hin, atme den Duft des Fencheltees ein und arbeite mit der Lebenszahl oder der Jahreszahl. Es hilft mir, die emotionale Balance wiederzufinden, die im Schulalltag oft verloren geht, selbst wenn man nur noch zwölf Stunden unterrichtet. Die Schule ist ein Ort der hohen Frequenzen, der vielen Stimmen und Bedürfnisse. Hier am Tisch gibt es nur die zehn Grundziffern und mich.

Der Blick aus dem Fenster

An einem der ersten warmen Junitage beobachtete ich die Leute, die unten in der Gasse Richtung Steinerne Brücke spazierten. Ich fühlte mich zum ersten Mal seit Jahren nicht mehr wie eine Beobachterin des Lebens, die am Rand steht, weil sie zu müde ist, um mitzulaufen. Die Arbeit mit den Codes hat mir geholfen, meine eigene Energie besser zu verwalten. Es ist eine Form des sanften Ordnens, die mich darauf vorbereitet, am Dienstag wieder mit Freude vor den Kindern zu stehen, ohne mich selbst dabei zu verlieren.

Ein Regal mit alten Schulunterlagen und Kinderzeichnungen neben einem Buch über Zahlen-Codes.

Wenn ich heute das Heft schließe, fühle ich mich bereit. Nicht bereit für den Kampf, wie früher, sondern bereit für die Begegnung. Die Ruhe, die ich hier finde, trage ich wie einen kleinen Kieselstein in der Tasche mit mir herum. Er erinnert mich daran, dass alles in Mustern abläuft und dass ich die Macht habe, mein eigenes Muster zu gestalten. Es braucht nicht viel – nur ein Heft, einen Stift und die Bereitschaft, sich für eine halbe Stunde der Stille der Zahlen zu öffnen.

Ich bin keine Expertin, nur eine Lernende auf diesem Weg. Aber vielleicht ist genau das die wichtigste Lektion, die ich aus dreiundzwanzig Jahren Schule und einem Burnout mitgenommen habe: Man darf immer wieder neu anfangen, ganz vorsichtig, Ziffer für Ziffer.

Wichtig: Hier auf der Seite teile ich, was ich selbst durchgemacht habe -- kein medizinischer, finanzieller oder rechtlicher Ratschlag. Was bei mir funktioniert hat, muss bei dir nicht funktionieren. Sprich mit deinem Arzt, Steuerberater oder Anwalt, bevor du Entscheidungen triffst, die wirklich zählen.

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